waren die herrschenden Kasten. Die Sprache derselben (dasSanskrit) enthält die Wurzelworte, aus denen die Gelehrteneine Verwandtschaft der germanischen Völker mit den lu-dern nachweisen.
China ist das grösste Reich in Asien und nach Russlanddas grösste Reich der Erde. Es wurde schon fiiih von Se-miten bewohnt. Wahrscheinlich wandte sich Noe nach derSprachverwirrung dahin. Im Jahre 882 v. Chr. soll Confuci usgelebt haben, der es unternahm, die alte Religion zu ver-bessern, und der bei vielen Chinesen Anhang fand, ja seihstgöttlich verehrt wurde. Um das Reich nach Aussen zu schüt-zen, haute Tschinng-Wang, der zuerst den Titel Kaiser an-nahm, die berühmte 300 Meilen lange chinesische Mauer.
4. Die Phönizier.
Berühmt durch seinen Welthandel, seine zahlreichen Er-findungen (s. Bild IV.) und seine Riesenbauten, wurde I'liö-nizien im J. 332 v. Chr. von Alexander dem Grossen erobert.Aermliche Fischerhütten stehen jetzt dort, wo früher dievolkreichsten Städte blühten.
5. Die Rahylonier, Assyrier und Lieder.
Das alte Reich Babylon ien ist das älteste Culturlandder Erde; von hier aus ergossen sich Völkerstämme und mitihnen die Bildung nach allen Ländern der alten Welt, zu-nächst dem Mittelmeere zu, nach den Niederungen von Ae-gyptcu, Phönizien, Kleinasien und von dort nach Europahinüber. Sein Bestand dauerte von 2000 bis 1280 v. Chr.,wo es unter assyrische Herrschaft kam.
Unter König N in us (Ninive, s. Bild V.), dessen Gemah-lin Semiramis beinahe ganz Asien unterjochte, stieg auchAssyrien zu hoher Blüthe, wurde aber um 000 v. Chr.,sowie das Reich der Moder, das ebenfalls kurze Zeit eineasiatische Grossmacht bildete, eine Beute der mächtigen Per-ser. Mit Assyrien und Medien wurde auch Babylonien vondem Perserkönig Cyrus erobert.
6. Dio Perser.
Der erste König der Perser war Cyrus (s. Bild VI.',der beinahe ganz Asien eroberte und den in der babylonischen