bestimmten Italien (s. Bild XIII.) die Stadt Rom erbaut.Romulus war der erste König Rom’s, welcher, umgeben voneinem Rathe der ersten und angesehensten Familienhäupter,den kleinen Staat regierte. Ihm folgten als Könige derfromme und friedliche Numa Pompilius, der wildkriege-rische Tullus Host i lius, der gleich ausgezeichnete Regentund Feldherr Ancus Marcius, der kunstliebende GriecheTarquinius Priscus, der staatskundige Servius Tullius,der das ganze Volk nach dem Vermögen in 6 Klassen ein-theilte, und endlich der übermüthige Tarquinius, Super-bus deshalb genannt, der i. J. 510 durch Brutus vertrie-ben wurde. Die meisten dieser Könige vergrösserten Romdurch Unterjochung der benachbarten Völker und Versetzungderselben auf die sieben Ilügel Rom’s (s. Bild XIV.).
Rom ein Freistaat, von 510 bis 30 v. Chr.
An die Stelle des gestürzten Königthums trat jetzt dieRepublik, deren erste Vorsteher oder Consuln Brutus undCollatinus waren. Sie regierten an der Spitze des Senatesdas Volk in der Stadt und führten es im Felde an. In dieserZeit hatten die Römer innere und äussere Kämpfe zu führen.
Der innere Kampf drehte sich um die Gleichberech-tigung zwischen Patrizier (Altbürger) und Plebejer (Ncu-bflrger). Da die Patrizier die Plebejer hart bedrückten (s.Bild XV.), versagten letztere den Kriegsdienst und zogen aulden hl. Berg, welchen sie erst nach Einsetzung von Volks-tribunen wieder verliessen, die jeden für die Plebejer nach-thciligen Sonatsbeschluss durch das Veto (ich verbiete) sofortwieder aufheben konnten. Der langwierige Streit endete abererst dann, als die Plebejer zu allen Würden, selbst zurPriesterwürde zugelassen wurden (300 v. Chr.).
Der äussere Kampf umfasst:
1. Den Krieg gegen Porsenna. Durch den ausRom vertriebenen Tarquinius aufgereizt, bekriegte Porsenna,der mächtige König von Clusium, die Römer, zog aber,durch die Tapferkeit des Horatius Codes und Mucius Scävolabewogen, wieder ab (s. Bild XVI.).
2. Den Krieg gegen die Gallier. Im Jahre 390