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Illustrirte Weltgeschichte in Charakterbildern in verbindung mit einem Abriss der Geschichte : für Schule und Haus / bearb. von Franz Xav. Wetzel
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sich dankbar zu beweisen. Gleichwohl kamen sie zum Falle.Von dein bösen Geiste unter der Gestalt einer Schlangeverführt, aßen sie von der verbotenen Frucht. Nun gingenihnen die Augen auf. Sie erkannten, wie sehr sie gesündi-get hatten, und verbargen sich vor dem Angesichte desHerrn. Aus dem Paradiese verstoße», mußten sie undalle ihre Nachkommen im Schweiße des Angesichtes ihreNahrung gewinnen, ihr Leib wurde sterblich, der Willeschwach und zum Bösen geneigt.

Von diesen ersten Eltern stammen der Bibel gemäßalle Menschen auf der ganzen Erde. Wohl hat die Ver-schiedenheit der Nahrungsmittel, der Lebensweise und vor-züglich der Luft manchen Einfluß gehabt auf die äußereBildung und Gestalt ihrer Nachkommen. So finden wirganze Völker, die kohlschwarz sind, z. B. die Neger undMohren in Afrika; andere sind kupferroth, wie die Indianerim nördlichen und die Patagonen im südlichen Amerika.Dieselben Patagonen sind fast von riesenmäßiger Größe;die Lappen, Samojeden und Grönländer hingegen, dietief ini Norden unter einen: äußerst kalten Himmelsstrichewohnen, ungewöhnlich klein (nur vier Fuß hoch). Beialler Verschiedenheit in Farbe, Größe und Bildung findenwir jedoch iininer die ausfallendste Aehnlichkeit wieder,die auf jene gemeinsame Abstammung zurückweiset. Selbstdie gewiegtesten Naturforscher, wie Blumenbach, Cüvier,Al. v. Humboldt, habei: sich daher, unabhängig von der hl.Schrift, für die Einheit des Menschengeschlechtes erklärtund bewiese», daß alle Menschenracen nur Formen einereinzigen Art, der Stammeltern im Paradiese, sind.Durch die Sündfiuth wurde die Oberfläche der Erde soverändert, daß es nicht mehr möglich ist, die Gegend inAsien zu bestiminen, wo das Paradies gestanden. AlleAnnahmen der Gelehrten weisen auf die Hochebene desmittlern Asiens hin. Es genügt uns jedoch zu wissen,daß die Weltgeschichte von hier ihren Anfang nahm.