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ihre» Köpfe» Körbe mit Traube» von Engaddi trage».N»d die Umgebung vo» Jerusalem! Berge ohne Schatte»,Thäler ohne Wasser, Erde ohne Grün, Felsen ohne Groß-artigkeit, ei» Paar graue Steiublöcke, zuweilen danebenei» Feigenbaum, eine Gazelle oder ei» Schakal, welcherverstohlen aus den Spalten des Felsens schlüpft, einigeWeinstöcke, welche auf der graue» Asche des Bodens hiu-krieche», hie und da ein Wald von bloßen Oelbäumen;kein Windhauch, der auf den Zinnen oder zwischen denAeste» der Oelbäume sich regte, kein Vogel, der singt, keineGrille, die in der graslosen Furche zirpt: — vollkommene,ewige Stille in der Stadt, aus den Wege», auf dem Felde!Der S e g e n G o t t e s, der a u f d e m auserlesenenLande ruhte, hat sich in Fluch verwandelt, dadas Volk den Messias verwart, — eine großeLehre der Geschichte, die über allen Fürstenhäusern undNegierungspalästen mit unauslöschlichen Lettern sollte ge-schrieben stehen!
i 11. Die Pyramiden.
Kein Volk hat der Nachwelt so riesenhafte Denkmälerseiner Bankunst hinterlassen als die Aegyptier. In denöstlichen Felsengebirgen fanden sie das vortrefflichste Ma-terial zu denselben, Granit, Porphyr, Marmor, Alabaster,und dieses benutzten baulustige Könige, um Werke aufzu-führen, deren Größe und Pracht wahrhaft in Erstaunensetzen. Zwar liegen die meisten dieser ungeheuren Deuk-niäler des Alterthums zertrümmert oder mit dem ausder Wüste hergewehteu Sande bedeckt; viele jedoch stehennoch jetzt da als ehrwürdige Zeugen des anhaltendenFleißes der Aegpptier.
Neben den Katakomben oder Nuhestätteu der Todtenund den 50 — 180 Fuß hohen, aus einem einzigen Steinbestehenden Obelisken, ziehen besonders die Pyramidenunsere Ansmerksamkeit aus sich. Im Alterthum wurden