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Leiden ihrer Gefangenschaft. Dann wurde sie als eineZauberin, die mit den Geistern der Hölle im geheimenBunde gestanden habe, dem Gerichte übergeben. Uner-schrocken beantwortete sie alle ihr vorgelegten Fragen undversicherte, sie habe Alles auf göttlichen Befehl gethan.Darüber wurden die Richter höchst erzürnt; sie erklärtenihre Aussage für eine gotteslästerliche Lüge und verur-theilten sie als Zauberin zum Feuertode.
Am 30. Mai 1431 wurde das grausame Urtheil auföffentlichem Markte zu Rouen au Johanna vollzogen.Mit ungewöhnlicher Fassung bestieg sie, kaum 19 Jahrealt, von einem Geistlichen begleitet, den Scheiterhaufen.Langsam ward sie zu Asche verbrannt, und diese in dieSeine geworfen, damit auch keine Spur von ihr zurück-bleibe.
Alle Richter der Jungfrau starben eines elenden To-des; sie selbst ward 25 Jahre nach ihrer Hinrichtungfeierlich für unschuldig erklärt. An der Stelle, wo siestarb, erhebt sich ein Kreuz; auf den Märkten zu Rouenund Orleans stehen Bildsäulen zu ihrer Ehre. Ewigwird die Jungfrau im Tempel der Geschichte glänzen alsHeldin, als begeisterte Patriotin, als zweite Stiftern:des Reiches d^r Lilien. Ihre Geschichte ist groß,kühn und thatenreich wie die des wüthigsten Ritters, zart,lieblich und rührend wie die einer gottgeweihten Jung-frau; ihr ganzes Leben ist von dem lebendigen AthemGottes durchweht, dessen Wunder allenthalben daraus Her-vorscheinen, wie die lichten Sterne am stillen nächtlichenHimmel.
XL.. Alfred der Große.
Einzig erhalten aus einer Reihe von Brüdern, welcheder Tod hinweggerafft, um dem Auserkornen den Weg zumThrone zu bereiten, mit fünf Jahren schon von päpst-licher Hand zum Könige gesalbt, wurde Alfred als