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und Ansprüche auf die österreichischen Länder erhoben, hatteMaria Theresia mehrere Kriege zu führen:
1. Den sogenannten österreichischen Erbfolge-krieg gegen Frankreich, Bayern, Sachsen und Spanien;
2. Den ersten und zweiten schlesischen Krieg gegenKönig Friedrich II. von Preussen.
Aus ersterem ging Maria Theresia als Siegerin hervor.In den letzteren verlor sie fast ganz Schlesien. Ihr Gemahl
Franz I. wurde (1745) als deutscher Kaiser anerkannt.Im Jahre 1756 brach der dritte schlesische oder der sieben-jährige Krieg aus, der, durch den Frieden zu lluberts-burg (1763) beendet, Alles beim Alten beliess. Es folgteim Jahre 1765
Joseph II., der vieles Gute stiftete, aber zugleich durchseine unbefugte Einmischung in’s kirchliche Gebiet der Kircheunnennbaren Schaden zufügte (Josephinisnius, s. Bild LV).Bis zum Tode seiner Mutter Maria Theresia, die erst im Jahre1780 starb, durfte er mit seinen Neuerungen noch nichthervortreten; nachher aber herrschte er mit völliger Willkür.Er gab Verordnungen über Abhaltung des Gottesdienstes,kirchliche Segnungen, Processionen etc. (Bruder Sakristan);er hob Klöster auf und machte Kasernen, Schul- und Kran-kenhäuser daraus; er erliess willkürliche Ehegesetze, über-haupt sollte der Staat allmächtig sein (Staatsonmipotenz).Er starb 1790 als reuiger Christ.
2 Die Engländer.
Zu gleicher Zeit mit Karl V. in Deutschland regierteHeinrich VIII. in England. Anfangs ein so eifriger Verthei-diger der katholischen Religion, dass er vorn Papste wegenseiner Abhandlung gegen Luther sogar den Ehrentitel „De-fensor fidel" erhielt, liess er sich nachher von seiner Leiden-schaft hinreissen, verstiess seine erste Gemahlin Katharinavon Aragonien und heirathete eine ihrer Hofdamen, AnnaBoleyn. Dann übernahm er, da der Papst diese Ehe für un-giltig erklärte, selbst die Würde eines Oberhauptes der Kirche inEngland und führte den „Supremateid" ein, durchweichenein Jeder, der ein Amt antrat, sich verpflichten musste, ihn alsOberhaupt der Kirche anzuerkennen; liess hierauf Thomas