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und erklärte sich für eine Versammlung der Nation. DerKönig befahl derselben auseinander zu gehen. Sie gehorchtenicht; das Volk aber erstürmte, da der König den Finanzmi-nister Necker, den Abgott des Volkes, entliess, das Staats-gefängniss (die liastille) und trug den Kopf des Kommandan-ten im Triumphe durch die Stadt. Das war der Anfangder französischen Staatsumwälzung.
Die Nationalversammlung erklärte nun allen Unter-schied der Stände für aufgehoben, und das Volk durchbrachim Taumel der Freiheit und Gleichheit jede Schrankeder Ordnung. In Paris entstand ein Aufstand des Pöbels,der nach Versailles aufbrach und beinahe den König unddie Königin ermordet hätte. Nur mit Todesangst kam diekönigliche Familie nach Paris zurück, wohin nun auchdie Nationalversammlung übersiedelte. Fs entstanden überallKlubs, insbesondere der Jakobiner-Klub, der alles Beste-hende über den Haufen zu werfen beabsichtigte. Alle Güterder Kirche und der Krone wurden als Eigenthum des Staa-tes erklärt. Der König, der den riesenhaft schwierigen Ver-hältnissen seines Reiches nicht gewachsen war, wollte mitseiner Familie entfliehen; er wurde aber erkannt, nach Pariszurückgeführt und am 21. September 1792 abgesetzt. EinNational convent trat an die Stelle der Nationalversamm-lung, Frankreich wurde in eine Republik ver-wandelt. Und schon im folgenden Jahre, am 21. Januar1793, wurde trotz der glänzenden Vertheidigung durch Tron-chec, Males herbes und de Seze der König Ludwighingerichtet; das gleiche Loos ereilte in demselbenJahre seine Gemahlin und seine Schwester Elisa-beth; der achtjährige Dauphin aber ward zu Todegequält (s. Bild LX1V).
Robespierre, Danton und Marat wütheten wiewilde Thiere und liessen Tausende guilloliniren. Da tratendie Einwohner der Vendee, sowie die meisten Städte imsüdlichen Frankreich, als Bordeaux, TouIon, Marseille,Lyon unter die Waffen gegen die Tyrannen und Aufrührer.Es wurde nun ein sogenannter Wohllälirtsausschuss errichtet,dessen Aufgabe darin bestand, alle Gegner der Republik un-schädlich zu machen.