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belpsjici versammelte Congreß von zwölf muerikanischenStaaten die Errichtung eines stehenden Heeres und über-trug dem Pflanzer Georg Washington die Organi-sation und den Oberbefehl über dasselbe. Obwohl dieersten Treffen für die Amerikaner nicht gliicklich ausfielen,sprach der Congreß doch die Unabhängigkeit Ame-rika's von England aus (4. Juli 1776), und sandteden Buchdrucker Benj amin Franklin nach Frankreich,um dasselbe in sein Interesse zu ziehen. Französische,polnische und deutsche Freiwillige sammelten sich unterdem Sternenbanner, und als es gelungen war, denenglischen General Bonrgoyne bei Saratoga imStaate New-Dork mit 10,000 Mann gefangen zu nehmen,erklärte sich Frankreich offen für die amerikanischen Staa-ten und lieh denselben nicht nur Geld, sondern sandteauch Hilfstruppen. Eine spanische Flotte nöthigte zugleicher Zeit England, Gibraltar zu vertheidigen und umdie westindischen Besitzungen sich zu wehren. Als nunWashington abermals ein englisches Heer bei Iorktownzur Uebergabe zwang, da sahen die Engländer die Un-möglichkeit ein, den Krieg fortzusetzen, und erkanntenim Frieden von Paris die Unabhängigkeit derVereinigten Staaten Nordamerikas an (1783).Die Folge lehrte auch, wie klug England daran that,auf weitere Ansprüche zu verzichten, da der Handel mitNordamerika bald weit größern Nutzen brachte, als derVortheil war, den es aus diesen Staaten zog, so langesie noch Colonieen waren.
LIX. Washington und Franklin.
Georg Washington, der dritte unter sechs Söhnendes Gutsbesitzers Augustin Washington, war geboren den22. Februar 1732 im Kirchspiel Washington, welchessein Urgroßvater Georg angelegt hatte. Die Washingtonzogen mit Wilhelm dem Eroberer 1066 aus der Nor-