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Illustrirte Weltgeschichte in Charakterbildern in verbindung mit einem Abriss der Geschichte : für Schule und Haus / bearb. von Franz Xav. Wetzel
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stand ihm noch im Wege, jener gotteslästerliche Eid, wel-cher sagt,daß die Verehrung der Gottesmutter und derübrigen Heiligen schändlicher Götzendienst sei;" diesenEid mußte Jeder vor dem Eintritt in's Parlament schwö-ren. O'Connell verlangt, daß dieser Eid aufgehobenwerde. Ganz London, ja das ganze protestantische Eng-land ist voll Bestürzung über diese Kühnheit. Allein esgeschieht, der Eid wird abgeschafft, O'Connell hat gesiegt.Eine Parlamentsakte vom 13. April 1829 stelltefür die Katholiken statt des Suprematseideseinen mit dem katholischen Glauben verein-baren Staatsbürgereid auf, durch dessen Lei-stung jeder Katholik das Recht erhielt, in'sParlament und mit wenigen Ausnahmen zuallen Staats- und Gemeindeämtern gewähltzu werden.

O'Connell hatte seinem Volke die religiöse Freiheiterkämpft; die politische, die Selbständigkeit des irischenParlamentes, errang er nicht mehr. Er wurde sogar derVerschwörung angeklagt, von einem Gerichte, das ausseinen heftigsten Gegnern bestand, nugerechterweise verur-theilt und in den Kerker geworfen. Durch das zweiteUrtheil freigesprochen, nahm er seine Thätigkeit für dasVaterland wieder auf, begann aber bald zu kränkeln.Der zweiuudsiebenzigjährige Greis, dessen Testament war:Meinen Leib nach Irland, mein Herz nach Rom,wollte am Abende seines Lebens noch eine Wallfahrt nachRom unternehmen. Aber der Tod ereilte ihn auf der Reisezu Genua, am 15. Mai 1847, nachdem der große Jrlän-der in den letzten vierzig Stunden seines Lebens unauf-hörlich gebetet hatte. Die glänzendsten Talente waren indiesem Manne mit der innigsten Frömmigkeit gepaart. Deß-halb war er von der göttlichen Vorsehung zum Retter seinesVolkes ausersehen worden. Ja, O'Connell ist Irland,das ist der wahre Gesichtspunkt, unter dem man diesen be-