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ist dahin gerichtet, dass es ihm an Geschicklichkeit und Mutkeiner zuvortue; denn dieser rühm l iche Wetteifer liegt tief inseiner Seele und ist die Folge eines gewissen gemeinschaft-lichen Gefühls, welches diesem Stande eigen ist. Ihm musses übrigens gleich gelten, oh die Sonne ihm dazu leuchtet,oder ob er sich in der tiefsten Finsternis der Nacht bloss aufdas Tasten seiner harten Hände verlassen darf. Selbst wennder Sturm ein Segel zerrissen hat und mit den Stücken alleszerpeitscht, scheut kein Matrose die Gefahr, von einem solchenSchlage getroffen zu werden, und rettet, was zu retten ist.Wenn in der Nähe Land vermutet wird, sitzt er mehrereStunden lang unbeweglich am höchsten Gipfel der Maststangeund blickt aus dieser einsamen, schwindlig machenden Höhewachsam umher. Er lächelt, wenn unerfahrne Landleute oderjunge Anfänger jeden heftigen Wind einen Sturm nennen,und ist ungern freigebig mit diesem Namen, so lange dasSchiff noch mehr als die untern grossen Segel führt. In offenerSee hat selbst ein Sturm nichts Schreckliches für ihn. Waskann er ihm schaden, sobald alle Segel eingezogen sind, unddas Schiff mit dem Schnabel gegen den Wind beigelegt, mitfestgebundenem Ruder dem Dränge der Weilen folgt, oderwenn man es, sicher, dass kein Land in der Nähe ist, mitwenigen Segeln schnell vor dem Sturm hinfliegen lässt? Nuralsdann wird der Sturm in der Tat furchtbar, wenn er dasSchiff auf eine Küste führt, wo kein Hafen dem SeefahrerSicherheit verspricht, und die einzige Hoffnung, dem Schiff-bruch zu entgehen, auf der Stärke der Segel beruht. DieseGefahr trifft ihn indes nur selten; Anstrengung und Unannehm-lichkeiten hingegen sind sein tägliches Los. Der Posten amSteuerruder ist einer der beschwerlichsten; keiner hält eslänger als eine Stunde dabei aus, und wenn die See in hohenWogen geht oder der Wind heftig sjürmt, müssen zwei Per-sonen zugleich das Rad regieren, welches sonst für die Kräftedes einzelnen Mannes leicht zu mächtig wird und ihn zuweilenso mit sich fortreisst, dass er in Lebensgefahr ist. Wenn dasSchiff nahe am Winde geht, und die See etwas ungestüm ist,so schlagen die Wellen oft hinein und zwar hauptsächlich da,wo die Wache sich aufhält, die zuletzt, bis auf die Haut durch-nässt, sich lachend über ihr Unglück tröstet. Dieser Gleich-