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Deutsches Sprachbuch für die zweite Klasse der Sekundar- und Bezirksschulen auf Grundlage des zürcherischen Lehrplans und mit Berücksichtigung der obligatorischen Orthographie / bearb. von U. Wiesendanger
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4. Herr» A. Greter in Meile».

Vevey, den 10. November 1871.

Hiemit habe die Ehre, Ihnen anzuzeigen, dass ich mitdem heutigen Tage in hiesiger Stadt eineWeinhandlung

eröffne. Ich werde mich hauptsächlich mit dem Verkauf derbesten Qualitäten Waadtländerweine befassen, indessen aucheinige der vorzüglichsten französischen Weine auf meinemLager halten.

Langjährige Erfahrung im Weingeschäft, verbunden mitbedeutenden Kapitalien, die mir mein Vater zur Verfügungstellt, setzen mich in den Stand, meine Abnehmer aufs bestezu bedienen. Sollte ich die Ehre haben, Sie zu der Zahl der-selben rechnen zu dürfen, so könnten Sie meines Eifers ver-sichert sein, das einmal genossene Zutrauen stets zu verdienen.

Indem ich Sie bitte, von meiner Unterschrift gefälligstNotiz zu nehmen, zeichne ich hochachtungsvoll

R. Valere.

5. Ilerr» U. Förster i» Leipzig;.

Zürich, den 9. Mai 1883.

Mit tiefer Betrübnis zeigen wir Ihnen hiemit den Todunsers langjährigen Associe, Herrn G. Bleuler, an. Der schwereVerlust, der seine Familie betroffen hat, wird indessen keineVeränderung, weder in unserer Firma, noch in den auf dasGeschäft verwendeten Kapitalien, noch endlich in unserer Ver-kehrsweise hervorbringen, da der älteste Sohn des Verstorbenen,Herr David Bleuler, unter den gleichen Konditionen in dasGeschäft eintritt, unter denen sein seliger Vater Anteilhaber war.

Wir geben uns der angenehmen Hoffnung hin, diese Ver-änderung sei ohne Nachteil für unsere beiderseitigen Be-ziehungen, so dass Sie uns nach wie vor mit Ihren wertenAufträgen beehren.

Wir versichern Sie schliesslich unsrer besondern Hoch-achtung und Ergebenheit

dost & Bleuler.

Herr David Bleuler wird zeichnen: dost & Bleuler.