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befehlshaber desselben, Ferdinand von Braunschweig, suchte dieFranzosen durch ein Manifest einzuschüchtern, worin er drohte, jeden,der sich seinem Einmarsch widersetzen würde, als Rebellen zu erschießenund Paris, wenn dem König die geringste Beleidigung zugefügt würde,von Grund aus zu zerstören. Aber diese unsinnigen Drohungen be-wirkten gerade das Gegenteil. Eine furchtbare Erbitterung ging durchdas ganze Land; feurige Lieder, wie die von dem Offizier Rougetde Lisle gedichtete Marseillaise, riefen das Volk zum Kampfgegen die Schergen der fremden Tyrannen auf, und auf die Ein-ladung der Nationalversammlung, welche das Vaterland in Gefahrerklärte, drängten sich Tausende von Freiwilligen zu den Fahnen.Bei den Girondisten aber reifte jetzt der Entschluß, der Monarchie,die mit dem Ausland im Bunde stand, ein Ende zu machen. Ihr Planwar, durch das Land einen Verfassungsrat, oder, wie sie nach ameri-kanischem Vorbild sagten, einen Konvent wählen zu lassen, der dieVerfassung in republikanischem Sinne ändern sollte. Allein diesergesetzmäßige Weg behagte den Danton, Robespierre und Maratnicht; sie wollten den Girondisten die Ehre, die Monarchie gestürzt zuhaben, durch einen Gewaltstreich vorwegnehmen. Leicht fanden ihreSendlinge bei den Bewohnern der Arbeitervorstädte Gehör. Unter demHeulen der Sturmglocken wälzte sich die bewaffnete Menge am 10. August1792 gegen die Tuilerien. Um den Aufständischen jeden Grund zumSturm auf das Schloß zu nehmen, ließ sich der König bewegen, esmit seiner Familie zu verlassen und im Schoß der Nationalversamm-lung Zuflucht zu suchen. Dennoch erfolgte der Angriff auf die aus750 Schweizern bestehende Wache. Durch ihre wuchtigen Ausfälletrieben die tapfern Söldner die Menge der Angreifer zurück; da er-hielten sie vom König Befehl, das Feuern einzustellen, und mußtensich beim Rückzug wehrlos niedermetzeln lassen. Unter dem Toben derwütenden Menge stellte jetzt die gesetzgebende Versammlung den Königin seiner Würde ein, ernannte neue Minister, unter ihnen neben Rolandund andern Girondisten auch Danton, den Haupturheber des Auf-standes, und ordnete die Wahl eines Konventes an. Zugleich wurdendie bisherigen Inhaber der städtischen Aemter in Paris gestürzt oder