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Bilder aus der Weltgeschichte : ein Lehr- und Lesebuch für Gymnasien, Lehrerseminarien und andere höhere Schulen, sowie zum Selbstunterrichte / von Wilhelm Oechsli. 3. Teil (zweite Hälfte) / Neueste Geschichte
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4. Die zweite Koalition gegen Frankreich (1700>. ^

Alles was das französische Direktorium aus Bonapartes Eingebunggetan, die Unterdrückung des Kirchenstaates und der Schweiz, dieEntfernung der besten Armee und des besten Generals nach Ägypten,bewirkte, daß es Pitt gelang, eine zweite Koalition gegenFrankreich zusammen zu bringen. Neben Österreich, der Türkeiund Neapel nahm auch Paul I. von Rußland, der NachfolgerKatharinas II-, daran teil. Neapel war so unklug, zu früh los-zuschlagen: die Franzosen besetzten es und verwandelten es in eineparthenvpäische Republik. Ebenso wurden der König vonSardinien aus Piemvnt und der Großherzog von Tvskana aus seinemKande verjagt, so daß nun die ganze Halbinsel in ihren Händen war.Unter den Verbündeten herrschte darüber solche Erbitterung, daß diefranzösischen Gesandten aus dem Kongresse zu Rastatt, der nachdem Frieden von Campoformio zusammengetreten war, um die Ver-hältnisse des deutschen Reiches zu regeln, von österreichischen Soldatenermordet wurden, eine arge Verletzung des Völkerrechtes. Der Beginndes Krieges erfolgte im Frühjahr 1700 gleichzeitig in Holland, amRhein, in der Schweiz und in Italien; er verlief für die Franzosenungünstig. Iourdan, der mit ungenügenden Streitkräften ins Donau-gebiet eindringen sollte, wurde bei Stockach von Erzherzog Karlgeschlagen und über den Rhein zurückgeworfen. Ebenso brachte derRusse Suworosf den Franzosen .in Oberitalien eine Reihe vonschweren Niederlagen bei, die letzte in der lckstündigen Schlacht beiN o v i (südöstlich von Alessandria), durch welche sie gezwungen wurden,sich über den Apennin zurückzuziehen, worauf in Italien wieder allesin den alten Stand gesetzt wurde, znm Teil unter Greueltaten, die den-jenigen der Pariser Schreckensmänner nichts nachgaben. So befleckteNelson seinen Ruhm, indem er die Republikaner in Neapel, die sichaus freien Abzug ergeben halten, an den Masten seiner Schiffe aufhängenließ. Jetzt erhielt Suworosf den Befehl, mit 22,000 Russen überdie Alpen zu gehen und sich mit den in der Ostschweiz eingedrnngenenRussen und Österreichern zu vereinigen, um den Widerstand des tüchtigenMassena, der die Franzosen in der Schweiz befehligte, zu brechen.Es kam Massena zu statten, daß er durch seine Untergenerale, unter