Vorwort.
einläßlichste Werk über den gleichen Gegenstand, zugleich den An-forderungen strenger Wissenschaftlichkeit genügend, bietet uns W.Öchsli in seiner „Geschichte der Schweiz im 19. Jahrhundert",von der bisher der erste, die Zeit von 1798—1813 umfassendeBand (1903) erschienen ist.
Es liegt nicht in dem elementaren Charakter dieses Buches,die Monographien aufzuzählen, aus denen ich mir über manche Einzel-heiten mehr Klarheit zu verschaffen suchte, oder die mich veranlaßten,in einigen Punkten von der bisherigen Annahme abzuweichen.
Gerne gedenke ich an dieser Stelle auch der guten Ratschläge,mit denen mich mein Kollege Hr. Dr. S. Grüter bei der letztenKorrektur der Druckbogen unterstützt hat.
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Warme Anerkennung schulde ich der Verlagsanstalt Benzigerund Cie. für den Vilderschmuck, mit dem sie unter Aufwendungbedeutender Mittel diese Schweizergeschichte ausgestattet hat, und fürdas Verständnis, mit dem sie Hiebei meinen Wünschen entgegenge-kommen ist. Denn nicht als eine bloße Zier, sondern als einenwesentlichen Bestandteil des Buches haben wir uns beide die Illu-stration gedacht. Sie will zunächst durch die Abbildung zeitgenös-sischer Dokumente (Ansichten von Städten und einzelnen Bauten,Porträts, Siegel, Erzeugnisse der Kunst und des Gewerbes) einrichtigeres Verständnis ermöglichen, den Begriff zur plastischenVorstellung steigern und dadurch die Dinge auch dem Gedächtnisbesser einprägen. Sie beabsichtigt ferner, durch Darbietung vonWerken neuerer schweizerischer Historienmaler in ein wichtiges Gebietunseres nationalen Kunstlebens einzuführen. Sie möchte endlich,indem sie der Phantasie etwas gibt, ein Gegengewicht bilden zu derTrockenheit der statistischen Angaben, die da und dort nicht zuumgehen waren.
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Das Buch ist zunächst für die Mittelschule berechnet, also fürSekundär-, Bezirks- und Fortbildungsschulen, für Lehrerseminarien,für Realschulen und Gymnasien. Wenn nun der Band diesem oderjenem für den genannten Zweck etwas umfangreich erscheint, sokann ich mich darüber Wohl verantworten. Einmal sind mit derZeit auch die Anforderungen an den Unterricht in der vaterländischenGeschichte gestiegen. Sodann ist nicht gesagt, daß das ganze Buch in derSchule durchgearbeitet werden müsse. Manches mag an Hand der Über-sichtstabellen nur kurz behandelt, anderes ganz der Privatlektüre der