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Grundriss der Welt- und Schweizergeschichte für Sekundar-, Bezirks- und Realschulen, sowie die untern Klassen des Gymnasiums / von J. Helg
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Halbinsel auszudehnen. Zu dem Ende hatte er bereits eintüchtiges Herr gebildet, die mazedonische Phalanx, einKorps von 16,000 Mann. Daneben errichtete er eine Rei-terei, die er mit seinen vertrautesten Gardetrnppen umgab.Der Adel lieferte ihm die Offiziere. Auch eine Flotte standihm zur Berfügung.

In Griechenland waren inzwischen wegen der Sorge fürden Tempel zu Delphi neue Fehden, die sogenannten „hei-ligen K r i e g e", ausgebrochen. Die Thebaner warenthöricht genug, Philipp um Hülfe anzusprechen. Ihrem Bei-spiele folgten die Athener trotz der Mahnungen ihres be-rühmtesten Redners Demosthenes. Wohl brachte sie dieserschließlich durch sein hinreißendes Wort (Philippika) zu einemWiderstände gegen jenen; doch es war zu spät. In der klü-ftigen Schlacht bei Chüronea (338) unterwarf Philipp ganzGriechenland, und das einst so freiheitsliebende Volk hatteihn fortan als Oberbefehlshaber anzuerkennen.

7. Alexander der Große.

( 336 - 323 .)

1. Alexanders Jugend. Demgroßen Vater Philipp II. folgte einnoch größerer Sohn, Alexander. Schonder Sieg der Mazedonier bei Chüroneawar hauptsächlich sein Werk gewesen,obwohl er damals erst 18 Jahre altwar.

Alexanders Erzieher war der große Ge-lehrte Aristoteles. Dieser entfaltete die un-gewöhnlichen Geistesgaben des Knaben anfdas glücklichste. Alexander war eingeweiht indie attische Kunst und Wissenschaft. Er schätztehellenische Kultnr und Sitte so hoch, daß ereinst im Unmute den Anssprnch that, dieGriechen schienen ihm unter den Mazedoniernumherzuwandern wie Halbgötter unter Tieren.Begeistert für alles Große und Schöne, fander seinen höchsten Genuß in den Werken deshellenischen Geistes, vor allem in den Gesängen Homers, die er beinaheauswendig wußte und von denen eine Abschrift beständig unter seinemKopfkissen lag. — Ebenso zeigte Alexander als Knabe schon einen hohen,königlichen Sinn und eine glühende Sehnsucht nach ruhmwürdigen Dingen.

Alexander.

Aus der Sammlung ErLach.