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(Konstantinopel). Damit überließ er Rom seinem Schicksale.39»Theodosins der Große teilte die Herrschaft in ein ost-römisches nnd ein weströmisches Reich. (395.)
Ii) Die Völkerwanderung. Gleichzeitig stürmten vonNorden her bereits die ersten wandernden Völker heran nndverwüsteten das Land. Auf dem Throne des weströmischenReiches saßen nur noch schwache Könige, ohne Macht nndGewalt. Die oströmischen Fürsten ließen sie im Stiche.
e) Odoaker. So hatte denn für das einst so stolze undmächtige Reich der Römer die letzte Stunde geschlagen. Im476 Jahre 476 n. Chr. stürzte der Herulerfürst Odoaker, denletzten Kaiser Nvmulus Augustulus vom Throne.
9. Helvetica unter der Herrschaft der Htömer.
(15 v. Chr. bis 400 ii. Chr.)
t. Die Lichtseiten. Der Einfluß der Römer auf dieHelvetier war im allgemeinen ein guter. Unsere Vorfahrenlernten noch besser als zuvor den Ackerbau, den Handelund das Gewerbe kennen. Die Künste und Wissenschaftender Römer fanden Eingang innert unsern Grenzen. NeueStädte blühten empor, wie Angusta Ranracorum (Kaiser-angst), Mndonissa (Windisch) und Arbor felix (Arbon). Vorallen aber erstrahlte jetzt Aventicnm in neuem Glänze nndin neuer Pracht. Auch finden wir damals bereits die Orte:Tolothurn, Zürich, Chur, Winterthur, Lausanne, Dverdon,Martinach u. s. w.
Aveilticnm. Die Ringmauern von Aventicnm bildeten ein fast regel-mäßiges Achteck. Um die Stadt ;n umgehen, brauchte man fünf Viertel-stunden. Inwendig lehnten sich an die Mauern in einer Entfernung vonje 100 Schritt halbkreisförmige Türme. Diese Mauern umschlossen einFormn, ein Theater und ein Amphitheater.
Die damaligen Wohnungen hatten, wie in Rom selbst, freilich nichtdas Aussehen unserer jetzigen; man stieß nicht auf gerade Straßen undzahlreiche Stockwerke. Die Häuser, niedriger und geräumiger, von Gürtennnd Lustwäldchen umgeben, standen nicht, wie die unsrigen, in Hansendicht zusammengedrängt. Aventicnm besaß alle Arten von Bädern ingroßer Zahl. Um dem Nachteile einer niedrigen Temperatur zn steuern,ruhte der Boden mehrerer Säle anf backsteinernen Pfeilern, zwischen denender Wärinestofs hindurchzog nnd sich nachher durch Röhren, die in denMauern angebracht waren, überall hin verbreitete. In andern Sälenwurden Öle und Salben aufbewahrt, deren man sich nach dem Badebediente. Die Wände dieser Gemächer, mit Marmor und Freskogemälden