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3. Im Norden Elkropas. Auf die deutsche Erde fielendie ersten Samen des Christentums ebenfalls schon sehr frühe.Um das Jahr 300 übersetzte unter den Goten Bischof Ul-filas die Bibel aus dem Lateinischen in seine Landessprache.Um dieselbe Zeit starb König Rekkared bei den Westgotenals Märtyrer. In Großbritannien predigte der hl. Patrickschon frühe das Evangelium.
4. In der Schweiz. In der Schweiz waren wahrschein-lich römische Soldaten die ersten, welche das Christentumverbreiteten. Zur Zeit Diocletians wurde in St. Moritz imWallis eine ganze Legion römischer Soldaten mit ihrem An-führer Mauritius wegen ihres christlichen Glaubens ge-
3«>2 martert (302). Ebenso erzählt die Legende vom hl. Beat,der schon um das Jahr 100 nach Christus am Thuuersee dasEvangelium verkündet haben soll. (Beatushöhle.) Der hl.Hyginus predigte im Wallis (150) und der hl. Luciusin Chur (180). In Solothurn starben als Märtyrer Ursusund Viktor, in Zürich Felix und Regnla.
Genf, Aventicum, Vindonissa, Augusta und Chur warenschon sehr frühe Bischofssitze.
e. Die Verfolgung.
( 58 - 312 )
1. Ursachen. Die Römer achteten anfangs das Christen-tum wenig. Als es sich aber vor ihren Augen immer weiterausbreitete, fürchteten sie die Christen als eine besonderePartei im Staate, die den Umsturz alles Bestehendenherbeiführen werde. Darum leiteten sie eine Reihe der blu-tigsten Verfolgungen gegen dieselben ein.
Anlaß zu dieser Furcht gab ihnen der Umstand, daß dieChristen sich weigerten, die römischen Kaiser anzubeten,überhaupt von der römischen Götterlehre, ihren Opfern u. s. w.nichts wissen wollten.
Zudem waren die Christen verhaßt, weil ihre Religionaus dem Lande der Juden stammte, die eben wiederneue Ausstände gegen die Römer erregt hatten.
Die große Masse war ihnen ungünstig gestimmt, weildie Verkünder des neuen Glaubens ihre Laster verur-teilten und den Dienst der Tugend forderten.