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4. Märtyrer. Die Märtyrer oder Blutzeugen jenerTage. d. h. diejenigen, welche lieber ihr Blut unter demHenkerbeile verspritzen, als ihren Glauben verleugnen undden Göttern opfern wollten, zählen nach Millionen. DasChristentum selbst nahm nicht im mindesten ab; im Gegen-teil, der Mut und die Entschlossenheit der Märtyrer gewanndemselben nur neue Scharen. „Das Blut der Märtyrer warder Same für das Christentum." (Vergl. „Polykarpus" von Herder.)
6. Der Triumph.
(312-313)
1. Konstantin. (312—337.) DenVerfolgungen machte Konstantin derGroße ein Ende. Dieser war der Sohndes Konstantins Chlorns, derStatthalter von Gallien war. Kon-stantin, obwohl noch Heide, verfolgtedie Christen nicht. Konstantins Mutter,Helena, war bereits Christin. Sowar auch Konstantin mit dem Chri-stentum wenigstens bekannt geworden.
Auch dienten in seinem Heere vielechristliche Soldaten.
3. Sieg über Maxentins. Zwistig-keiten führten znm Kriege gegenMaxentins, den Statthalter von Rom.An der milvischen Brücke, nahe bei Rom, kam es znrSchlacht. Zuvor erschien Christus dem Konstantin, zeigte ihmdas heilige Kreuz, befahl ihm, dasselbe auf die Kriegsfahnezu malen (Labarum) und versprach ihm, wenn er das thue,den Sieg mit den Worten: „In diesem Zeichen wirst du siezen."Konstantin gehorchte, und wirklich verlor Maxentins Thron
312 und Leben. (312.)
313 3. Edikt von Mailand. Konstantin selbst wurde jetzt Christ.Im Jahre 313 erließ er das sogenannte Mailänder Toleranz-Edikt. Durch dieses wurde der Übertritt zum Christentum ge-stattet. Die geraubten Kirchen und Güter wurden zurückgegeben.Die Christen erhielten Zutritt zu den Staatsümtern. Endlichwurde die christliche Religion als Staatsreligion erklärt
Konstantin der Große.Nach einer alten Marmorstatue.