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Zudem starb er kinderlos, so daß die Krone nach kaumhundert Jahren wieder das Geschlecht ihrer Träger wechselte.
9. Z>ie hohenstaufischen Kaiser.
( 1138 — 1254 .)
Lothar. (1125—1137.) Der nächste Kaiser nach Hein-richs V. Tod war Lothar, Herzog von Sachsen. Ein heftigerStreit entstand nämlich jetzt um die Kaiserkrone zwischen denbeiden Fürstenhäusern, den Herzogen von Sachsen (Welsen)und den Herzogen von Hohenstaufen (Waiblinger). Sachsensiegte, Lothar kam auf den Thron. Doch hatte er zeitlebensnichts als Kriege gegen die Staufen zu führen. Als er starb,gelang es diesen, den Thron zu besteigen. Nur Heinrich derStolze, der Schwiegersohn Lothars und Herzog von Bayern,trat ihnen noch entgegen. Es war vergeblich.
1. Konrad III. (1139—1152.) Konrad III., der erste 1139König aus dem Hause der Hohenstaufen, trug in der Schlacht
bei Weinsberg (1140) den Sieg davon (Die Weiber vonWcinsberg). Zudem starb Heinrich bald darauf, und die Hohen-staufen wurden allgemein anerkannt. Diese waren im ganzenein stolzes und herrschsüchtiges Geschlecht. Ihre Hauptarbeitbestand in Kämpfen mit den Welsen und den lombardischenStädten.
Für unser Vaterland aber wurde gerade dieses Fürsten-geschlecht bedeutungsvoll wie kein anderes, indem unter ihmdie schweizerische Freiheit geboren wurde.
2. Friedrich I. Barbarossa. (1152—1190.) Auf Konrad 1152folgte sein Neffe Friedrich I., wegen seines roten Bartes vonden Italienern Barbarossa, d. i. der „Rotbart" genannt.Friedrich schlug den Weg der alten römischen Kaiser ein.
Sein Ideal war eine möglichst unumschränkte Regierung. Zudem Zwecke suchte er vor allem die lombardischen Städtenoch mehr an sein Haus zu ketten und ihre Freiheiten undRechte noch mehr zu beschränken. Auch der Papst sollte ihmdienen. Ohne sich um den Wormser Vertrag zu kümmern,fing er darum wieder an, Bistümer und Abteien nach Gut-dünken zu vergeben. Er verbot, daß kirchliche Strafen ohneseine Bewilligung zur Ausführung gelangten, und forderte,