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Grundriss der Welt- und Schweizergeschichte für Sekundar-, Bezirks- und Realschulen, sowie die untern Klassen des Gymnasiums / von J. Helg
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Türken größtenteils aufgerieben. Ebenso mißglückte eine Be-lagerung von Damaskus. Nur mit schwachen Überrestenihrer Macht suchten deshalb beide Führer ihre Heimat wiederzu erreichen.

Dritter Zug. (1189.) Den dritten Zug unternahmen i >89der deutsche Kaiser Friedrich Barbarossa, der franzö-sische König Philipp August und der englische KönigRichard Löwenherz. Saladin, der Sultan von Ägyp-ten hatte nämlich Jerusalem wieder erobert. Die christlichenKirchen wurden wieder in Moscheen verwandelt, die Kreuzeunter Hohn und Spott im Kote der Straßen umhergeschleppt,die Glocken zerschlagen, kurz, alle Greuel, deren die Türkenfähig waren, aufs neue verübt.

Ein schweres Unglück aber traf auch dieses Heer.Kaum hatten nämlich die Deutschen Kleinasien erreicht, alsBarbarossa in den Fluten eines wild brausenden Bergstro-mes ertrank, worauf die meisten Teilnehmer mutlos in dieHeimat zurückkehrten.

Friedrich I. war schon mit seinem Oheim, Konrad III., im hl. Landegewesen und kannte die Gefahren des Zuges. Er schloß also des Durch-znges wegen vorher Verträge ab mit dem Sultan von Jkoninm in Klein-asien. Von allen Seiten erhielt er freundliche Zusagen Mit einem statt-lichen Heere von 100,000 Mann trat er also im März 1189 getrost denZug an. Doch schon der griechische Kaiser Alexins machte ihm uner-hörte Schwierigkeiten. Er schnitt den Kreuzfahrern alle Zufuhr ab undwiegelte die Bulgaren gegen sie auf. So mußte Friedrich sich mit Ge-walt den Weg bahnen. Endlich langte er nach Überwindung aller Müh-seligkeiten in Kleinasien an. Dort wartete Hunger und Durst auf dieKreuzfahrer. Das Heer kam in wasserlose, öde Gegenden, und nur dieScheu vor dem Kaiser hinderte dessen Auflösung. (Bergl. d. Gedicht:„Schwäbische Kunde" von Uhland.) Am 17. Mai 1190 erreichte manJkoninm. Allein der Sultan dieser Stadt empfing die fremden Ankömm-linge feindlich, so daß auch sein Land erobert werden mußte. Jetzt standSyrien dem siegreichen Heere offen und schon sah man Selcncia vor sich,am Flusse Saleph oder Kalykadnus gelegen. Es war am Nachmit-tag des 10. Juni. Langsam marschierte das Heer über eine schmale Brücke.

Da sprengte der Kaiser hoch zu Roß in die Flut und erreichte auch glücklichdas andere Ufer. Jetzt gelüstete es ihn, noch ein Bad zn nehmen. Alleindiesmal waren die Fluten des kalten, eisigen Bergstromes stärker als er.

Nur mit Mühe gelang es noch, ihn als Leiche dem nassen Grabe znentheben.

Die Frcmzvsen und Engländer kämpften wvhl nochJahre lang gegen Saladin; doch waren sie uneinig. So er-langten sie nur, daß den Christen die syrischen Städte