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Grundriss der Welt- und Schweizergeschichte für Sekundar-, Bezirks- und Realschulen, sowie die untern Klassen des Gymnasiums / von J. Helg
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so trat der heilige Greis in die Mitte der Eidgenossen. Freund-lich grüßte er sie mit den Worten: „Der Name Jesu seieuer Gruß!" Ehrfurchtsvoll erhoben sich alle Tagherren vonihren Stühlen. Bruder Klaus aber fuhr fort zu reden: „LiebeEidgenossen! Einigkeit hat enern Bund begründet und starkgemacht; Einigkeit hat euere Feinde geschlagen und euchGottes Beistand verdient. Soll jetzt Eigennutz und Unfriedeeuch trennen und überwinden? Das sei ferne! Ihr Städte,löset das besondere Bündnis. Ihr Länder aber gedenket, wieFreiburg und Solvthurn neben euch gekämpft haben, undnehmet sie in den Bund auf! Das eroberte Land teilet nachder Zahl der Orte, die Beute nach der Mannschaft!" Z Dersel. Nikolaus starb am Tage seiner Geburt, den 21. März, 1487.

5. Das Stansertierkoiilmilis. Zugleich wurde das soge-nannte Stanserverkommnis erlassen. Dasselbe bestätigte dieBestimmungen des Pfaffen- und Sempachcrbriefes. Insbe-sondere wurden verschärfte Borschriften betreffend eigenmäch-tige Kriegsführung, Gemeinde- und Volksversammlungen, Zu-sammenrottungen u. f. w. erlassen. Kein Ort sollte sich mehrin die Angelegenheiten eines andern mischen und dessen An-gehörige zum Aufruhr reizen; vielmehr fallen alle einanderhelfen, widerspenstige Unterthanen zum Gehorsam gegen ihreObrigkeiten zu verpflichten. Im Kriege gemachte Beute sollnach der Zahl der Krieger, welche die einzelnen Orte gestellthaben, verteilt werden. Eroberte Länder, Städte und Schlössersind nach den Stünden zu verteilen. Der Brief lautet:

1. „Im Namen des Vaters, des Sohnes und des heiligen Geistes.Amen. Wir Bürgermeister, die Schultheißen, Ammänner, Rate, Bürger,Landsleute und Gemeinden insgesamt dieser hiernach gemeldeten Städteund Länder: nämlich von Zürich, Bern, Lnzern, Uri, Schwyz, Unter-walde» ob und nid dem Kernwalde, von Zug mit dem äußern Amt, sodazu gehört, und von Glarns, als die acht Orte der Eidgenossenschaft be-kennen öffentlich und thun kund allen denen, die diesen Brief immer sehenoder lesen hören: Nachdem wir den kraft unserer ewig geschworenen Bünde,die dann durch die Gnade und Hilfe des ewigen Gottes, unseren Vor-fahren seligen Gedächtnisses und uns bisher zu gutem Frieden,,Glück undHeil erschossen, ewiglich zusammen verbunden sind, und uns zusteht, mitwachender Fürsorge alles das zu betrachten und vorzunehmen, damit vorabdieselben unsere ewigen Bünde, desto kräftiger beschirmet und unser allerLand und Leute in gutem Frieden, Ruhe und Gemach erhalten werden,haben wir mit gutem Wissen, einhelligem Rate und nutzbarer Vorbetrachtnng

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>) Marty, Schweizergeschichte.