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So ahndeten sie 1468 übermütige Spöttereien und Gewalttatenösterreichischer Kitter gegen die verbündeten Städte Schaffhauseuund Mülhausen mit einem Verwüstungszug in den Sundgau. Keinfeindliches Heer wagte ihnen entgegenzutreten:
„Die herren muoßteml uns faren lan,
si woltend nüt mit uns anfan,
und wärends’ zuo uns uf d’wite kan,
si hettind wol ung’schaffen menschen vernan!
si torftend uns warlich nit bestatt,
si ließend uns tugendlich ziehn darvan.
humperlibum, aberdran, heiahan!“ (Sundgauerlied.)
Ohne einen raschen Friedensschluß wäre der ganze Schwarz-wald den Eidgenossen zugefallen.
2. Die Burgunderkriege. Herzog Siegln und von Öster-reich, den die Eidgenossen so schwer geschädigt hatten, suchtein seiner Geldnot bei dem reichsten Fürsten jener Zeit, Karl demKühnen v. Burgund, Hilfe. Neben seinem Stammland Burgundbesaß dieser die zum deutschen Reiche gehörige EreigrafschaftBurgund und die Niederlande mit ihren gewerbreicheti, blühendenStädten, deren Reichtum ihm die Mittel für sein starkes Heer lie-ferten. Obschon er rechtlich ein Vasall des Königs von Frankreichund des deutschen Kaisers war, fühlte er sich doch mächtiger alsbeide, so daß sein Streben darnach ging, ein selbständiges König-reich zwischen Frankreich und Deutschland aufzurichten, ja sogardie deutsche Kaiserkrone zu erwerben. <lerne streckte er deshalbdem Österreicher gegen Verpfändung seiner Güter im Elsaß undSchwarzwald beträchtliche Summen vor und schloß mit ihm einBündnis, das natürlich gegen die Eidgenossen gerichtet war. A bei-der burgundische Vogt Hagenbach forderte durch sein übermü-tiges, herrisches Wesen nicht nur die Schweizer, sondern auch diePfandlande, den Herzog von Österreich und den deutschen Kaiserheraus. Ludwig XI. von Frankreich schürte die Feindschaft; erfürchtete seinen übermächtigen Vasallen, der ihm ein Hindernis fürdie Aufrichtung einer starken, einheitlichen Königsmacht war. Sobrachte er 1474 zwischen den Eidgenossen und Österreich einenFrieden, die „ewige Richtung“ zustande. Da Österreich aufseine Rechte über eidgenössische Gebiete verzichtete, wurden dieStreitigkeiten zwischen den zwei Erbfeinden endgültig beseitigt. DerEinigung aller Gegner Burgunds stand nun nichts mehr im Wege,