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tretung abzuschaffen und den Mikado wieder in seine alten Rechte einzusetzen.Kin langer llürgerkrieg entschied zugunsten des Mikado: 1868 übernahm dieserin Tokio die Zügel der Regierung. Kr setzte die Kuropäisierung desReiches durch, die in erstaunlich kurzer Zeit vollendet war. Die Teilfürstenverschwanden, und ein starker Kinheitsstaat entstand. Die Verhältnisse Eu-ropas, die dessen Kraft ausmachen: Industrie, Welthandel, Verkehrsanstalten,ein geschultes Heer und eine moderne Flotte wurden in Japan eingeführt. Ja-panische Jünglinge besuchten europäische Schulen, Fabriken und Kriegsanstalten;eine Menge fremder Gelehrter, Techniker und Offiziere wurden die Lehrmeisterder gelehrigen, kleinen Japaner. Die japanischen Städte bekamen europäischesAussehen; die allgemeine Schulpflicht, die viele europäische Staaten noch nichthaben, wurde eingeführt; Fabriken, Eisenbahnen, Telegraphen und Militär-schulen wurden errichtet und gewaltige Kriegsschiffe gebaut. Die Umwand-lung ging nicht ohne Widerstand vor sich; aber die Aufstände, die der alteAdel anzettelte, schlugen fehl und das Interesse gröberer Volkskreise wurdedadurch geweckt, dal.; das Land eine Verfassung und einen gesetzgebendenReichsrat erhielt.
■Japan wird Großmacht. Der neue Staat wollte seine Kräfteerproben. 1894 griff Japan seinen großen Nachbarn China an. umdie nahe Halbinsel Korea zu gewinnen. Das Land brauchte Platzfür seine überschüssige Bevölkerung und seine Industrieprodukte.China, das den Schritt nach vorwärts nicht mitgemacht hatte,wurde zu Land und zu Wasser geschlagen und mußte Port Arthur,Korea und Formosa an den Sieger abgeben.
Aus Eifersucht mischte sich Rußland ein, dem sich Deutschlandund Frankreich anschlossen. Japan wurde um seine Beute betrogen;nur Formosa verblieb ihm, während die Europäer sich von Chinaihre Dienste durch Abtretung gut gelegener Häfen bezahlen ließen.Diese Behandlung entfachte in China den Fremdenhaß, der sichdurch Ermordung der Missionare und Christen äußerte. Im Jahre1900 bestraften die vereinigten Großmächte die Ausschreitungen des„Boxerauf stau des“ durch einen Kriegszug nach Peking.
Bei dieser Gelegenheit wußte sich besonders Rußland zu be-reichern. Nachdem es bereits 1896 Port Arthur erhalten hatte,nahm es die ganze Mandschurei, das Stammland der chinesischenKaiser, in Besitz, und keine Reklamation vermochte, es daraus zuvertreiben. Als die Russen noch Korea erobern wollten, eröffnetendie Japaner den Krieg, ln glänzenden Siegen erntete Japan dieFrüchte seiner Anstrengungen. Die Eroberung Port Arthurs be-gründete seinen militärischen Ruhm. Der Friedensschluß brachtedie Festsetzung Japans auf dem asiatischen Festlande (Korea), undseitdem spricht die erste Großmacht, der gelben Rasse als „Groß-