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Geschichtslehrmittel für Sekundarschulen / von Robert Wirz ; in Verbindung mit H. Gubler
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sei oder Schale waren Wärmepfannen mit glühenden Kohlen, damitdie Speisen nicht erkalten. Alle wurden zusammen in seinem großenEßsaal aufgetragen, so daß dieser beinahe ganz angefüllt wurde.Er w r ar schön mit Matten belegt und sehr reinlich. Montezumaaber saß auf einem kleinen, sehr schön gearbeiteten, ledernenPolster. Ein Diener stand in Bereitschaft, ihm die Gerichte vor-zuschieben und wegzunehmen und üeß sich von andern zureichen,was zum Dienste nötig war. Zu Anfang und zu Schluß der Mahl-zeit wurde ihm stets Wasser zum Händewaschen gereicht. DasHandtuch aber brauchte er niemals wieder; auch wurden dieselbenSchüsseln und Schalen niemals wieder aufgesetzt und ebenso auchdie Wärmepfannen.

Er kleidete sich täglich viermal auf verschiedene Art und je-desmal in ganz neue Gewänder, von denen er keines zum zweitenMale anzog. Alle Herren mußten barfuß eintreten, und sie trugenKopf und Augen gesenkt, den Körper in sehr demütiger Haltung;sie benahmen sich so aus großer Scheu und Ehrfurcht. Wenn erausging, so beugten alle, die ihn begleiteten, das Antlitz und hü-teten sich wohl, ihn anzusehen, und alle übrigen warfen sich nieder,bis er vorüber war.

Schauerlich waren aber die zahlreichen Menschenopfer, die dem Kriegs-gott Huitzilopochtli auf der Plattform eines Riesentempels, der einer Stufen-pyramide glich, dargebraeht wurden. Boden und "Wände waren schwarz vongeronnenem Menschenblut. Die alte Prophezeiung raubte Montezuma jedesSelbstvertrauen. Cortez nahm ihn gefangen. Die Härte und Habsucht derSpanier entzündete aber einen Aufstand, in dem Montezuma, der im Aufträgeder Spanier das Volk beruhigen wollte, von den eigenen Landsleuten getötetwurde. Cortez mußte die Stadt räumen und beim Rückzug über die ge-fährlichen und von den Feinden besetzten Dämme büßte er s /ä seiner spanischenSoldaten ein. (Die Nacht der Trübsal.) Nachdem Cortez sich wieder ver-stärkt hatte, nahm er trotz des heldenhaften Widerstandes des neuen KönigsGuatemotzin die Stadt im Stimme. Dabei war er wieder von zahlreichenIndianerscharen unterstützt, die ihre Unabhängigkeit zu erkämpfen hofften.Das eroberte Land geriet aber in drückende Knechtschaft.

31. Die Bauern vor Töß 1525.

Vom Oberland her kamen böse Nachrichten, daß die Bauernaufrührerisch wären. Wie sie in Schwaben und Franken auf Spießendie zwölf Artikel ihrer Begehrung gegen die Junker und Pfaffentrugen, und viele Städte dem Aufruhr zutielen, begannen sie auch