— 83 —
unter dem H ecrbanne und in den Schlachten Karls desGroßen. (Hrnsthöruer.)
3. Der Teilungsvertrag zu Verdun. Durch den Lei- 843lnngsvcrtrag von Verdun kam Kleinbnrgund zu Mittel-franken, während Alemanuten zu Ostfranken geschlagenwurde. Als Lothar starb, kam auch der westliche Teil derSchweiz zu -Ostfranken mit Ausnahme der Städte Lausanne,Sitten und Genf, die zunächst mit Italien und 875 mitWestfranken vereinigt wurden.
4. Neue Reiche. Wie in den großen Reichen, so zeigtensich aber auch bei uns bald genug die Früchte der schwachenRegierung. So entstand 879 als ein neues selbständigesReich Niederburgund im Tiefland der Rhone. Im Jahre888 wählten die Großen im Jura und in den Alpen einen heigenen König in der Person Rudolf I., Abt zu St. Man-rice, und gründeten das Reich Hochburg und und Nen-burgu nd.
5. Pie Kintnhrung des tzßristentums unter dengermanischen Mll'rern.
a) Im allgemeinen.
1. Die erste Ausbreitung. Die ersten Samenkörner desChristentums fielen auf die deutsche Erde wohl durch römi-sche Soldaten. Auch wissen wir, daß unter den Goten schonum das Jahr 300 Bischof Nlfilas die Bibel aus dem La-teinischen in seine Landessprache übersetzte. Um dieselbe Zeitstarb König Reccared bei den Westgoten als Märtyrer.Ebenso predigte in Großbritannien der hl. Patrik schon sehrfrüh das Evangelium. Doch knickte die Völkerwanderungwie ein kalter Reif auch diese Blüten, und wie die Staaten,so mußte also nach derselben auch das Christentum im Abend-lande neu erstehen.
2. Nach der Völkerwanderung. Die Ersten aber, diejetzt den christlichen Glauben annahmen, waren wiederum dieFranken. Es war, als Chlodwig mit seinen Getreuen nachder Schlacht bei Zülpich die christliche Taufe empfing.