5. Ludwig IX., der Heilige. Ludwig IX. (1226—1270), >226endlich unterwarf die Albigenser. Nebenbei verdankte ihmdas Land eine Menge der trefflichsten Einrichtungen. Auchunternahm er zwei Kreuzzüge. Der zweite brachte ihm den Tod.
b) England.
(827—1216.)
1. Alfred der Große. England vereinigte zuerst Egbertvon Wcssex (827) zu einem Königreiche. Seine Größe aber *27begründete Alfred der Große (871—901), der Karl der GroßeEnglands. In 56 Schlachten besiegte er die Dänen. Dannerließ er gleich jenem weise Gesetze zur Hebung der Volks-bildung, des Ackerbaues, der Industrie und des Handels. Sorühmt man insbesondere auch jetzt die Ehrlichkeit und Sicher-heit des Verkehrs, die unter ihm im Lande herrschte; wereinen Geldbeutel auf der Straße verlor, war sicher, ihn wieder
zu erhalten. Auch baute Alfred die erste englische Flotteund zeigte damit England bereits damals den Weg, auf demes später so erfolgreich thätig war.
2. Kanut der Große. Kaum aber hatte Alfred seinAuge geschlossen, so begannen die Düneneinfälle (Wikinger-züge) aufs neue. Da stellteKanut der Große (1017—1025)die Ruhe wieder her, indem er strenge Gerechtigkeit übte undSachsen und Dänen in gleicher Weise behandelte. Überhauptwar Kanut einer der mächtigsten Fürsten seiner Zeit undführte die Regierung mit kräftiger Hand.
Doch entzweiten sich schon seine Söhne abermals undteilten sich in den Besitz von Norwegen, Dünemark und England.
3. Wilhelm der Eroberer. Endlich bestieg der Norman-nenkönig Wilhelm der Eroberer den Thron (1066 bis iogö1087). Wilhelm war wieder ein Fürst von unbeugsamerFestigkeit, von scharfem Verstände und riesiger Arbeitskraft.
Ihm gelang es darum auch, die Einigkeit wieder herzustellen
und den Thron zu behaupten. Doch herrschte er hart undgrausam und behandelte namentlich seine angelsächsischen Un-terthanen mit grober Willkür. Er starb auf einem Zugegegen Philipp I. von Frankreich.
4. Heinrich II. Heinrich II. (1151 — 1189), mit welchemdas Haus Aujou oder Plantagenet auf den Thron kam, ge-
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