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ntaba, besiegt wurde. Philipp II., König von Spanien,der Sohn Kaiser Karl V., hatte nämlich um ihre Handgeworben. Elisabeth aber hatte ihn abgewiesen und zugleichden Niederländern in ihrer Empörung gegen die SpanierHilfe geschickt. Dafür wollte sich Philipp rächen und sandtegegen lie eine Flotte aus, die er selbst als die unüberwind-liche Armada bezeichnete, von der aber trotzdem nur kläglicheTrümmer nach Spanien zurückkehrten.
c) In Frankreich.
( 1536 — 1598 .)
1. Die Hugenotten. Nach Frankreich verbreitete sich dieneue Lehre von der Schweiz aus. Hier gehörten die Prote-stanten der Richtung Calvins an. Im Lande selbst hießensie Hugenotten. Bald aber bildeten diese nicht bloß einereligiöse, sondern zugleich eine starke politische Partei. So.entstanden daselbst schon früh die furchtbarsten Religionskriege.Während nämlich die französischen Könige aus Rachsuchtgegen das Haus Habsbnrg die Protestanten in Deutschlandheimlich unterstützten, verfolgten sie dieselben in ihrem eigenenLande auf das heftigste.
2. Die Bartholomäusnacht. Besonders berüchtigt aber list aus der Zeit des französischen Religionssireites die sog.„Bartholomäusnacht" oder die „Pariser Bluthochzeit". AufAnstiften seiner Mutter. Katharina von Medici, gabnämlich Karl lX., der damalige König von Frankreich, denBesehl, in der Nacht vom 24./25. August 1572 alle Huge-notten in Paris zu ermorden. Kurz zuvor hatte nämlichHeinrich von Bvurbon, der König von Navarra, daselbstmit Margarctha von Balois die Vermählung gefeiert. Hein-rich aber war das Haupt der Hugenotten. Darum warendiese in jenen Tagen in großer Zahl zum Feste nach Parisgekommen. — Der Beweggrund der Königin zu dieser blu-tigen That aber war folgender: Da Karl IX. beim Todeseines Vaters Heinrich II. noch minderjährig war, führte siestatt seiner die Regierung. Immer mehr aber suchten inder Folge die Führer der Hugenotten (Admiral Coligny)Einfluß bei Karl zu gewinnen und Katharina zu verdrängen.