Band 
Zweiter Teil. Die neuere und neueste Zeit.
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(Ferdinand I. 1556—64 und Maximilian II. 1564 bis1576) bett Neuerungen nicht abgeneigt oder schritten wenigstensnicht gegen dieselben ein. Erst Rudols II. (1576—1612)trat denselben wieder entschieden entgegen.

s) Die katholische Gegenreformation.

1. Die Päpste. Zu Gunsten der katholischen Religionwirkten um diese Zeit vorab treffliche Päpste, wie Paul III.,Paul IV., Pius IV. und Pius V. Alle waren unermüdlichthätig, den verlorenen Boden wieder zu gewinnen oder we-nigstens die noch übrig gebliebenen Kräfte zu stärken. Gre-gor XIII. (1572-1582) führte auch einen Kalender ein(juliauischer und gregorianischer Kalender). Unter ihm machtedie katholische Kirche besonders in Deutschland wieder Fort-schritte.

2. Das Konzil von Trient. Zugleich ward zu Trientim Südtirol in den Jahren 1545 — 1563 eine große katho-lische Kirchenversammlung gehalten. Durch diese wurdedie katholische Lehre gegenüber den Reformatoren aufs neueerklärt und begründet. Es wurden wieder strengere Kirchen-gesetze zur Rettung des Glaubens, zur Aufrcchthaltnng derSitte erlassen. Das Volk sollte noch mehr als bisher, auchin religiöser Beziehung unterrichtet werden u. s. f.

3. Die Orden. Insbesondere verteidigten den altenGlauben auch zwei neue Orden: die der Kapuziner nämlichEigentlich nur ein Zweig des längst bestehenden Franziskanerordens) undder Jesuiten.

4. Die Missionen. Namentlich aber war die Kirche jetztauch für die Missionen unter den Heiden tätig. Franz ikaver.So entstanden um diese Zeit bliihende Christengemeinden inTvnking, im Reiche Anam, auf der Insel Ceylon, auf denPhilippinen, ja selbst in China und Japan. Auch inAfrika hatte die Mission manche Erfolge, ward aber durchKlima und Verfolgung sehr gehemmt. In Amerika wirktedie Kirche mit aller Kraft gegen die Skaverei. (Bartholomäuslas Casas; die Jesuiten in Paraguay und Maryland.)