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Zweiter Teil. Die neuere und neueste Zeit.
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gleich und dann wieder eigensinnig auf seine Rechte erpicht,führte er wieder den Kampf gleichsam mit Gewalt herbei.

So forderte er z. B. wiederholt gewaltige Summen zumKriege mit Spanien und Frankreich. Das Parlament ver-sagte dieselben; der König löste es auf und ließ wieder einneues wählen.

Zudem verwickelte er sich mit seinen eigenen Stamm-genossen, den Schotten, in Religionsstreitigkeiten, bis sogardiese ihn mit Krieg überzogen.

Da berief er das vierte, das lange Parlament, sogenannt, weil es acht Jahre (1640—1648) dauerte. Dochumsonst! Auch dieses versagte ihm endlich alle Hülfe, ja,ließ sogar seine Freunde und Ratgeber hinrichten. Da flohKarl zuerst nach dem Norden des Landes. Von hier ausversuchte er mit dem Schwerte in der Hand das Parlamentzum Gehorsam zu zwingen. Allein 1645 verlor er gegendasselbe die Schlacht bei Naseby. Jetzt flüchtete er inäußerster Not selbst zu den Schotten, in der Hoffnung, dochhier noch eher Gnade zu finden, als bei dem verhaßten Par-lamente. Aber ohne aus seine Abstammung zu achten, lie-ferten ihn seine eigenen Landsleute dem englischen Parlamenteaus, und am 30. Januar 1649 bestieg er in Mitte seines 1949Volkes wie ein gemeiner Verbrecher das Blutgerüst.

b) England als Republik.

( 1649 — 1660 .)

1. Oliver Cromwell. England wnrde eine Republikund die Regierung in die Hand eines gewissen Oliver Crom-wcll gelegt. Dieser war der Führer der Revolution gewesenund hatte den Sieg zu Naseby zu Gunsten des Parlamentsentschieden. Religiös wie politisch eigenen Anschauungenhuldigend, hatte er längst eine eigene Partei der sogenanntenJndependenten (Unabhängigen) um sich gebildet, mit derenHülse er alles durchzusetzen verstand. Als Regent führte erden Titel Protektor, d. i. Schutzherr.

2. Irland und Schottland. Thatsächlich brachte Crom-well England zu neuem Ansehen. So unterdrückte er einenAusstand der Iren. Dadurch freilich hat er seiner Regie-rung zugleich einen Schandfleck aufgedrückt, indem er jene