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Frankreich, England und Savoyen geschlossen. Im Jahre1714 folgte der Gesamtfriede zu Rastatt. _ , m4
Die Friedensbedingungen waren folgende: Spanien mitden überseeischen Kolonien behielt Philipp von Anjou.Dagegen fielen die andern Teile der spanischen Monarchie,nämlich Belgien, Mailand, Neapel und Sardinien an Öster-reich. England endlich erhielt die Festung Gibraltar,ebenso mußten ihm die Franzosen jenseits des Meeres Neu-fundland und Nenfchottland mit den Ländern an der Hud-sonsbai abtreten.
3. Ludwigs Ende. Ludwig XIV. selbst konnte sich in-dessen seiner Triumphe nicht mehr lange freuen. Schon das 1715folgende Jahr 1715 war sein Todesjahr. Trotz seiner Machtund Größe starb er keineswegs als der Liebling seines Volkes.Vielmehr war er von allen nur gefürchtet, geliebt von nie-mandem. Ja, auf seinen Leichenwagen sollen sogar Steinegeworfen worden sein.
4. Belagerung Wiens. Einen gewaltigen Schandfleck 1883im Leben Ludwigs bildet auch die Unterstützung und Auf-munterung, die er selbst den Türken gegen die Christenheitund speziell gegen Leopold I. zu teil werden ließ. Aufseinen Antrieb belagerten diese 1683 sogar Wien, und nur
die Tapferkeit und der Heldenmut des Polenkvnigs JohannSobieski, sowie des edlen Prinzen Eugen von Savoyen be-wahrten Europa vor ihrer Knechtschaft.
6. Die Schweiz in der zweiten Käkfte des steöenzehntenJahrhunderts.
Wie wir gesehen haben, blieb die Schweiz zur Zeit desDreißigjährigen Krieges verhältnismäßig ruhig. Um so hef-tiger war dagegen die Erregung in derselben in den folgen-den Jahrzehnten.
Schuld daran war zunächst ebenfalls Ludwig XIV.,durch den auch unser Land mit in die Wcchselfülle der euro-päischen Politik hineingezogen wurde. Ebenso hatten aberauch seine Grundsätze in Bezug auf die Regierung der Völ-ker im allgemeinen jStaatsnbsolutismus) bei uns Einganggesunden, bis endlich die gedrückte Klasse in hartem Kampfe