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wegung „französische Revolution," weil sie in Frankreich ihrenAnfang nahm und Frankreich auch am meisten von ihr be-troffen wurde. Durch Bündnisse, Kriege und eigene Aus-stände aber wurden bald auch alle übrigen Staaten unseresErdteils mit in die Verwicklung gezogen.
a) Die Ursachen der Kevotutian.
1. Die stets zunehmende Fnrstengewalt. Als erste Ur-sache der großen französischen Revolution muß wohl bezeich-net werden die iinmer zunehmende Fürstengewalt einerseitsund die immer weitere Beschränkung der Volksrechte anderer-seits. (Staatsabsolutismus.) So waren speziell in Frank-
1614 reich unter Ludwig XIII. (1614), wie wir gehört haben, dieStünde — Geistlichkeit, Adel, Volk — zum letzteumale ver-sammelt worden, um gemeinsam mit dem obersten Landes-herrn über das Wohl und Wehe des Staates zu beraten.Seitdem war des Königs Wille allein Gesetz und Recht inFrankreich. „Der Staat, das bin ich," hatte Ludwig XIV. gesagt.
2. Das Hofleben. Dazu kam, daß wiederum geradeder französische Hof die Achtung, die eine solche unbedingteUnterwürfigkeit verlangte, nicht verdiente. Denn nicht nur warer, speziell unter Ludwig XV. (1715—1774) sehr sittenlos,sondern auch zugleich sehr verschwenderisch. Dabei blieb dieLeitung der Staatsgeschäfte nicht selten schlechten Weibernüberlassen.
3. Die Schuldenlast. Auch hatte sich Frankreich im 18,Jahrhundert nicht selten in auswärtige Kriege verwickelt,wie in den siebenjährigen Krieg und in den Nordamerikairischen Freiheitskrieg, ohne dabei günstige Erfolge erzielt zuhaben. Im Gegenteil hatte es seinen alten Waffenruhmeingebüßt, einen Teil seiner Besitzungen, z. B. in Amerika,verloren, und höchstens die Staatsschuld vermehrt. So be-trug diese beim Tode Ludwigs XV. 4000 Millionen Franken.Seitdem war sie noch beständig gewachsen. Ja, die jähr-lichen Ausgaben überstiegen die Einnahmen um mehr als 100Millionen Franken.
4. Das Steuerwesen. Überdies ruhten sozusagen alleLasten auf dem sogenannten dritten, dem Btirger- und Bau-ernstande. Ja, die Steuer, die er au Staat und König zu