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führer der Freischärler Dr. Jak. Steiger aus Luzernwurde sogar gefangen gesetzt und zum Tode verurteilt, dannbegnadigt und die Strafe in lebenslängliche Haft umge-wandelt. Doch entkam er darauf durch Verrat der ihn be-wachenden Polizisten.
Da wurde der konservative Volksführer der LuzernerLeu von Ebersvl in der Nacht vom 19. zum 20. Juli1845 1845 in feinem Bette ermordet. Ein ehemaliger Freischärler,Namens Müller, gestand das Verbrechen und starb zu Anfangdes folgenden Jahres auf dem Blutgerüste. Unter demVolke aber wurde der Verdacht immer reger, Müller möchtenicht von sich aus gehandelt haben, sondern von den Führernseiner Partei zu der grausamen That angestiftet und dafürbezahlt worden sein. Damit war das Zeichen zur neuen,vollständigen Trennung der Eidgenossenschaft wieder gegeben.
e) Der Sonderlmndslrrieg.
1. Der Sonderbund. Die sieben katholischen Kantonehielten nun mit ihrem Bündnisse nicht mehr zurück. Siesetzten sich in Kriegsbereitschaft. Ein Kriegsrat leitete diemilitärischen Angelegenheiten. Dabei hofften sie aus dieUnterstützung der großen, katholischen Nachbarstaaten Öster-reich und Frankreich.
3. Die Tagsatzung. Die Tagsatzuug versuchte den Bundaufzulösen. Allein noch fand sich auch in dieser keine Mehr-heit, um mit Gewalt gegen die sieben Kantone vorzugehen.Da kam in Genf und St. Gallen ein Umschwung zustande.
Am 8. Oktober 1846 erklärte der Große Rat von Genfden Sonderbund zwar als dem Bundesvertrage zuwider,weigerte sich aber, Gewalt gegen denselben anzuwenden. Dabrach daselbst ein Bürgerkrieg aus. Das konservative Regi-ment wurde gestürzt, ein radikales an seine Stelle gesetztund Genf bildete die elfte Stimme für die Auflösung desSouderbundes.
Der eigentliche Schicksalskanton aber war St. Gallen.Seit 1845 zahlte hier der Große Rat 75 konservative und75 liberale Mitglieder. Da wählte der bisher konservative1847 Bezirk Gaster im Mai 1847 einen liberalen Abgeordneten.Das Ereignis wurde am nämlichen Abend in Bern mit