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Zweiter Teil. Die neuere und neueste Zeit.
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Chinesen den Europäern wenigstens den Zugang zu ihnen zugestatten. Afrika lenkte namentlich durch die Eroberung derFranzosen unter Karl X. die Aufmerksamkeit Europas auf sich.

2. Südamerika. Wichtiger waren die Ereignisse, diesich inzwischen in Südamerika abspielten. Seit der Erobe-rung Perus durch Pizarro hatten nämlich die Spanierihren Besitz daselbst immer weiter ausgedehnt. Nur Bra-silien gehörte den Portugiesen; im übrigen waren sie dieAlleinherrscher auf dem südlichen Kontinente. Als aberNapoleon seinen Bruder Joseph zum König von Spanien undIndien einsetzte (1808), hatten die spanischen Kolonien in 1808Südamerika keine Lust, sich Frankreich zu unterwerfen. EineLandschaft um die andere erklärte sich deshalb für frei undunabhängig. Freilich kehrte darauf der rechtmäßige KönigFerdinand Vtl. wieder nach Spanien zurück. Doch um seineHerrschaft in Südamerika war es geschehen. Unter der Füh-rung ihres tapfern Generals Bol ivareröffneten die Koloniendaselbst im Jahre 1809 einen Kampf gegen das Mutterland. I80<)der mit ihrer vollständigen Befreiung endete. Im Jahre 1822 ]822wurde die Unabhängigkeit derselben bereits von Nordamerikaanerkannt. Im Jahre 1820 verloren die Spanier den letzten 182«Punkt, den sie in Südamerika noch besaßen, die Stadt Callea

an der Küste von Peru. An die Stelle der Kolonien abertraten nun neun Republiken: Venezuela, Ncu-Granada,Ecnadvr, Peru, Bolivia, Chile, Argentinien und Pa-raguay. Im Jahre 1830 endlich kam auch noch Uruguaydazu, das sich um diese Zeit von Brasilien frei gemacht statte.

Auch Brasilien erklärte sich im Jahre 1822 unab-hängig von Portugal und wurde eine konstitutionelle Mon-archie.

3. Centralamerika und Mexiko. Auch Mittel- oderCentralamerika bildete eine spanische Provinz unter demNamen Guatemala. Doch auch hier wurde im Jahre 1811die Fahne der Empörung aufgepflanzt. Seitdem bestehendaselbst ebenfalls fünf Republiken, nämlich: Costa Rica,Nicaragua, Honduras, Sän Salvador und Guate-mala.

Mexiko folgte dem Beispiele der Südstaaten im Jahre1822. Sein Befreier Angustin Jturbide wurde als Äugn- 1822stin I. zum erblichen Kaiser ausgerufen. Doch mußte er