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tum von den Besiegten an und behandelten diese verhältnis-mäßig milde. Sie ließen den alten Einwohnern einen Teildes Bodens und verschmolzen sich mit ihnen allmählich zuneuen Nationen. Da, wo die römischen Bewohner die Mehr-zahl bildeten, blieb ihre Sprache die herrschende. Die unterihnen angesiedelten Deutschen vergaßen ihre Mutterspracheund wurden selber zu „Romanen“. So ging es den Lango-barden in Italien, den Burgundern und Franken in Gallien,den Westgoten in Spanien. Freilich hat sich die lateinischeVolkssprache im Lauf der Zeit stark verändert und in jedemLande in besonderer Weise, so daß daraus eine Reihe vonTochtersprachen entstanden sind, wie das Italienische,► Französische, Spanische, Portugiesische etc.,
nach welchen wir jetzt die romanischen Nationen unter-scheiden.
ij 24. Die Merowinger in Frankreich.
1. Chlodwig stiftet das fränkische Reich (um500 n. Chr.). — Von den Staaten, welche die Deutschenauf Römerboden stifteten, gelangte einer zu solcher Machtund Ausdehnung, daß es zuletzt den Völkern schien, er seian die Stelle des untergegangenen weströmischen Reichesgetreten. Es war dies das Reich der Franken, einesdeutschen Stammes, der ursprünglich am rechten Ufer desNiederrheins wohnte. Ungleich so vielen anderen deutschenVölkerschaften, die ihre Kraft auf mühseligen Wanderungenerschöpften, verließen die Franken ihre Heimat nicht; abersie breiteten von da aus ihre Macht immer weiter nachWesten aus. Ihre Größe verdankten sie vornehmlich ihremum 500 Könige Chlodwig (Ludwig) aus dem Geschlecht der M e r o-n. dir. winger. Vor diesem waren sie in mehrere kleine König-reiche zersplittert. Da machte sich Chlodwig zu ihrem Allein-herrscher, indem er die anderen Frankenkönige, darunterzum Teil seine eigenen Verwandten, durch Mord und Hinter-list aus dem Wege räumte. Zugleich brachte er durch mehrereglückliche Kriege fast ganz Gallien unter seine Herrschaft,