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die Jnselfestung seinen Belagernngskünsten, obwohl er einen mächtigenVerbindnngsdamm aufführte. Erst als phönizische und cyprifche Schiffezu ihm übergingen, gelang die vollständige Blockade der Stadt, welchedurch ein grauenhaftes Blutbad bestraft wurdet Das gleiche Schicksaltraf dann noch die Feste Gaza, die den ungestümen Eroberer ebenfallszu einer langwierigen Belagerung zwang. In Ägypten, wo die per-sische Herrschaft längst aufs tiefste verhaßt war, wurde Alexander alsBefreier empfangen und verstand es, sich durch geschickt zur Schaugetragene religiöse Duldsamkeit die Achtung der Eingebornen zu ge-winnen. Ohne Hindernis zog er in Memphis ein, fuhr dann den Nilhinunter bis ans Meer und legte dort westlich vvm Delta auf derNehrung eines Strandsees den Grund zu der Hafenstadt Alerand rien,welche bald zum Welthandelsplah emporblühte. Ohne daß wir den An-laß genau zu erkennen vermöchten, machte er von hier ans mit geringerBegleitmannschaft einen Abstecher durch die Wüste nach der Oase Siwa,wo sich ein weithin berühmtes Orakel des ägyptischen Gottes Amvn Reoder, wie die Griechen ihn nannten, des Zeus befand. Beim Eintrittin den Tempel begrüßten ihn die Priester mit echt orientalischer über-schwänglichkeit als Sohn dieses Zeus — ein Erfolg, den rasch alleWelt erfahr und der das ohnehin nicht geringe Machtgesühl des erstvierundzwanzigjährigen Helden wohl eher ungünstig beeinflußte.
4. Die Entscheidung bei Gaugamela (331) und dasEnde des Darius (330). — Nachdem sich Alexander so der Mittel-meerküsten des persischen Reiches versichert, ging er endlich daran, indessen Inneres vorzudringen. Wiederholt hatte ihm Darins Friedens-vorschläge gemacht, ein großes Lösegeld für seine gefangene Familie,die Hälfte seines Reiches bis an den Euphrat und die Hand seinerTochter anerboten. Doch waren die bisherigen Erfolge nicht dazu an-getan, den Eroberer auf halbem Weg umkehren zu lassen. Durch neueTruppen verstärkt, setzte er im Jahre 331 mit 40 000 Mann zu Fußund 7000 Reitern ungehindert über den Euphrat und Tigris. Erst inder Nähe der Ruinen von Ninive, bei dem Städtchen Gaugamela,traf er auf Darius, der ihn mit riesigen Heeresmassen, mit Sichelwagenund Elephanten erwartete. Aber die Makedonen warfen sich den Zug-pferden entgegen und stachen sie nieder oder öffneten rasch ihre Reihen,sodaß die Wagen unschädlich hindurchjagten. Wiederunüsprengte Alex-ander an der Spitze seiner Reitergeschwader auf die Mitte der feindlichen
i Qusllenbuch Fl. ». G. I, No. 48: Die Belagerung von Tyros (nach Arrian).
Oechsli, Bilder I.
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