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sich nach Tyrannenart mit einer Leibwache zu umgeben. Aber dannhätte er auch die allzuweit gehende» Schmeicheleien seiner Anhängerzurückweisen sollen, die es durchsetzten, daß sein Geburtsmonat nach ihmJulius genannt wurde, die ihm Statuen als einem Gotte weihten undihn öffentlich als König begrüßten. Antonius bot ihm bei einem Festvor allem Volke das königliche Stirnband an, und nur das mißbilligendeSchweigen der Menge hinderte Cäsar, es anzunehmen. Schon munkelteman, im Senat solle über die Herstellung des Königtums verhandeltwerden. Da verschworen sich eine Anzahl republikanisch gesinnter Rats-herren zur Ermordung des Imperators. Die Seele der Verschwörungwar Cassius, ein talentvoller Mann, der unter Pompeius gegen Cäsargekämpst und nach der Schlacht von Pharsalus dessen Gnade an-genommen hatte, den aber der Untergang der Republik tief schmerzte.Ihm zur Seite stand Brutus, ein Neffe Catvs und, wie dieser, eindurchaus ehrenwerter Charakter, Cäsar hatte zu ihm eine besondereZuneigung gefaßt, obschon er ebenfalls gegen ihn die Waffen getragen,und ihn durch Auszeichnungen aller Art zu gewinnen versucht. Aberhöher als die Gunst des Monarchen schätzte Brutus die Freiheit. Cäsarwurde umsonst gewarnt. Während der Senatssitzung vom 15. März 44fielen die Verschworuen mit Dolchen über ihn her; in die Toga gehülltsank er, von zahlreichen Wunden durchbohrt, vor der Statue des Pvm-peius nieder, die sein Edelmut wieder hatte aufrichten lassend
Dies war das Ende einer der schärfst geprägten Persönlichkeiten,welche die Weltgeschichte überhaupt kennt. Hoch und schlank gewachsen,mit einem Ausdruck von Wohlwollen und Heiterkeit in den lebhaftschwarzen Augen, witzig und liebenswürdig als Gesellschafter, peinlichsorgfältig in allem, was Toilette und gutes Benehmen angeht, wußteCäsar einfach als Mensch seine Mitmenschen zu bezaubernd Geradezugefährlich war er den Frauen, und die ansehnliche Reihe seiner galantenAbenteuer lieferte fortlaufend willkommenen Gesprächsstoff. Andersals Alexander, blieb er im Weingenuß jederzeit sehr mäßig. Brennen-der Ehrgeiz trieb den nüchternen, klar denkenden Verstandesmenschenin die politische Laufbahn, und sobald er hier das Ziel deutlich vorsich sah, schritt er mit eiserner Tatkraft und ohne Halbheiten daraufhin. Auch bei ihm war Genie Fleiß. Trotzdem seine Nerven einigeSchonung verlangten und er dem Kopfweh, ja sogar der Epilepsie
i Quellenbuch Fl. u. G. I, Nv. SS: Cäsars Ermordung (nach Plutarch). —W. Shakespeare, Julius Cäsar. 2 Quellenbuch Fl. u. G. I, No.85: Cicero über Cäsar.