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Unser Robinson : Lesebuch für die Grundschule
Entstehung
Seite
17
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tern, wie hab' ich euch lieblos verlassen! Wie hab' ich das vierteGebot vergessen! Was hab' ich getan! Und wenn ich noch Schlimmeserleben muß, wahrlich, ich hab's verdient! So nagten Reue undHeimweh an seinem herzen. Doch ging auch das vorüber.

9. Schiffbruch und Rettung.

Und wieder waren sie mehrere Wochen gefahren. Robinson hatteseinen Vorsatz, nach Hause zu kommen, längst wieder vergessen. DieSonne strahlte glühend hernieder. Die weite Meeresfläche glänzte.Tiefe Stille war rings umher. Ls bewegte sich fast keine Welle.Rein Lüftchen regte sich. Schlaff hingen die Segel am Mäste her-unter. Nur ganz langsam kamen sie vorwärts. Über ganz ferneam Himmel baute sich eine Wand von Wolken aus. Und sie wuchsund wuchs und wurde dunkelgrau und zuletzt schwarz. Ruf ein-mal wurde das Schiff von einem plötzlichen, heftigen Windstoß ausdie Seite geworfen. Robinson fiel zu Boden. Das Meer aber sing ansich zu erheben, höher und höher wurden die Wellen, wie Häuser,wie Berge. Bald wurde das Schiff hoch empor gehoben; bald wie-der versank es in ein tiefes Wellental. Robinson konnte sich kaumfest genug halten, um nicht über Bord geschleudert zu werden. Daeilte er in seine Schiffskammer. Und auch dort hörte er das Wütendes Meeres. Blitze zuckten. Der Donner krachte. Der Sturm heulte.Das Schiff zitterte. Die Meeresfluten brausten. Die Nacht verging.Der Tag brach an. Rber da war kein Nachlassen des Sturmes. Undwenn Robinson seinen Rameraden fragte, was werden sollte, dazuckte der die Achseln und sprach: Ja, das Schiff ist ganz in der Ge-walt von Wind und Wellen; wir müssen abwarten; weiter könnenwir nichts tun! Das war die ganze Antwort. Schlechter Trost, dachteRobinson. Sechs Tage hatten sie nun schon zwischen Leben und Todgeschwebt. Da hat Robinson wieder beten gelernt. Erst am siebentenTage wurde es etwas ruhiger.

Aber die Freude dauerte nicht lange. Der Sturm hatte nur aus-geruht, um neue Rräfte zu sammeln. Am siebenten Tage in der