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III. Der Krieg
der Mongolei über Tibet, Afghanistan und Persienbis zum Mittelmeer. Nach Stanleys Zug durch Afrikasuchten auch Frankreich und Mächte, die bisher außerallem Mitbewerb gestanden hatten, sich der herren-losen Flächen zu bemächtigen. So sah England seinepolitische Vormachtstellung und sein ausschließlichesPirschrecht in den Kolonialgebieten der Erde bedroht.
Bedroht ist aber auch sein Monopol der Schiffahrtund des Weltverkehrs. Denn an Stelle der wertvollenKolonialwaren, die nach England strömten, um vondort in kleinen Schiffen auf zahlreiche kontinentaleHäfen verteilt zu werden, sind die billigen Massen-güter der neuen Siedlungsgebiete — Getreide, Fletsch,Petroleum, Erze — zu den wichtigsten Gegenständendes Welthandels geworden. Sie aber suchen in riesigenDampfern unmittelbar die tiefen Flußmündungen deseuropäischen Kontinents auf, um von dort durch einweitverzweigtes Eisenbahnnetz auf das kaufkräftigeHinterland verteilt zu werden. So sind Hamburg,Bremen, Rotterdam und Antwerpen, Marseille undGenua zu Mitbewerbern für den britischen Handel ge-worden, haben sich von seiner Vermittlung mehr undmehr befreit, und die wirtschaftlich kräftigsten habenihre eigene Reederei zu großartiger Entwicklung ge-bracht. Endlich schufen auf dem Boden des erweitertenAbsatzes die bisherigen Agrarländer in der Bkitte deseuropäischen Kontinents und im östlichen Amerika einemächtige Großindustrie. Nirgendwo vollzogen sich allediese Wandlungen kräftiger und erfolgreicher als inDeutschland.
Großbritannien sah also seine politische, maritime,kommerzielle und industrielle Vorherrschaft gefährdet.