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Die Geschichte der Schweiz : der Jugend erzählt / von Johannes Jegerlehner ; Illustriert von Paul Kammüller
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närrischer Bruder, dessen Bede und Tun oft belacht wurde, mit Namenheribald. Ihn mahnten die Bruder, als sie nach der Burg flohen, daßauch er fliehe. Lr aber sprach:Meinetwegen fliehe, wer will; ich aberwerde niemals fliehen, denn mir hat der Kämmerer in diesem Jahreklein Leder zu Schuhen gegeben." Da ihn aber die Bruder in der letztenNot mit Gewalt Zwingen wollten, mit ihnen zu weichen, so sträubte ersich sehr und erklärte, niemals den Weg zu machen, wenn ihm nichtsein jährliches Leder'im die Hand gegeben würde.-Und so erwartete erfurchtlos die eindringenden Ungarn. Endlich flohen, fast zu spät, dieBruder mit andern Zweiflern, durch den Schreckensruf gescheucht:DieFeinde dringen heran." heribald aber spazierte müßig aus und ab. Dabrachen die köckertraaende n Unaarn .ein, mit Wurfspeer und, Lanzedrohend. Eifrig suchten sie überall, kein Geschlecht oder Alter hatte aufErbarmen zu hoffen. Da fanden sie den Bruder allein, der furchtlosin ihrer Mitte stand. Sie wunderten sich, was er hier wollte, und warumer nicht geflohen war. Die Führer befahlen den Mördern, seiner nochmit dem Eisen zu schonen, und fragten ihn durch Dolmetscher, und alssie merkten, daß er ein großer Narr war, schonten sie lachend seiner.Den steinernen Altar des heiligen Gallus hüteten sie sich zu zerwerfen,weil sie sich früher häufig durch ähnliche versuche ausgehalten undnichts als Knochen und Asche darin gesunden hatten. Endlich fragten sieden Narren, wo der Schatz des Klosters liege. Lr führte sie rüstig zudem verborgenen Türlein des Schatzhauses- sie erbrachen es, fandenaber darin nur Leuchter und vergoldete Kronleuchter, welche die Eiligenbei der Flucht zurückgelassen hatten, und gaben heribald Ohrfeigen,weil er sie getäuscht hatte. Zwei von ihnen bestiegen den Glockenturm,denn sie hielten den Hahn aus der Spitze für golden. Und als sich einerweit vorbeugte, um ihn mit der Lanze abzustoßen, siel er von der höhein den vorhof und kam um. Der andere stieg aus den Gipfel der öst-lichen Zinne, siel rückwärts herunter und ward ganz zerschmettert.D iese beiden verbrannten-sie, wie heribald später erzählte, zwifcheirden Türpfosten, und obgleich der flammende Scheiterhaufen denTür-halken und die Decke heftig ergriff und mehrere von ihnen um dieWette mit Stangen den Brand schürten, vermochten sie doch nicht, dieKirche anzuzünden. Ls lagen aber in dem gemeinen Keller der BrüderZwei Weinfässer, noch voll bis zum Spunde, die man so zurückgelassenhatte, weil in der Not niemand die Ochsen anzuschirren und zu treibenwagte. Diese Fässer öffnete keiner der Feinde, vielleicht weil sie auf

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