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Die Geschichte der Schweiz : der Jugend erzählt / von Johannes Jegerlehner ; Illustriert von Paul Kammüller
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Zeilen zusammenfassen und noch weniger aneinanderreihen. Erwähnenmüssen wir nur die Millionen, die sie für Mldbachverbauungen, Alp-verbesserungen, Gebirgsstraßen und Brücken auslegte und auch in alleZukunft noch spenden wird.

Die unoersiegliche Kraft des Bundes äußerte sich nicht nur in demunerhörten Aufschwung im Innern des Landes, sondern auch in derfesten unerschütterlichen Haltung der Ungebühr des Auslandes gegen-über. Der Neuenburgerhandel ist ein leuchtendes Beispiel dafür, dasherz und Seele mit Stolz und Hoffnung erfüllte.

Neuenburg

Nicht am Ausfluß, sondern am Nordufer des Sees erwuchs die Haupt-stadt des Landes, weil hier von drei Seiten her, von dem St. Immer-tal, von Thaux-de-Fonds und dem val de Travers die Wege zusammen-liefen. An keinem andern Schweizersee sind so viele Pfahlbaustationenentdeckt worden. Am Ufersaum zwischen Marin und vaumarcustauchten die pfahlroste von siebzig ehemaligen Seedörfchen auf. Ineiner Urkunde vom Jahr ION erscheint zum ersten Male das OastruinRovum, d. h. Neuenburg. Ulrich II. war N90 der Begründer der erstenNeuenburgerdynastie. Seine Nachfolger nannten sich fortan Grafen vonNeuenburg. Schon frühe traten die Herren von Neuenburg in ein Burg-recht mit Freiburg, Bern und Lolothurn. Die Eidgenossen erblicktendarin einen Vorteil, indem sie nun ihre Grenze gegen Burgund durchNeuenburg decken konnten. Neuenburgische Truppen kämpften mit denSchweizern bei St. Jakob an der Birs und in fast allen gräßern Helden-schlachten, später auch noch bei villmergen.

verheerende Feuersbrünste äscherten die Stadt viermal ein. Nur dieRollegialkirche und das Schloß mit der Tour äs Dissss und der Touräss krisous reichen ins Mittelalter zurück. Die romantischen Winkel-gäßlein fehlen dem Stadtbild. Neuenburg ist die Stätte gediegenerBildung und Wohlhabenheit.

Die Regierung des Hauses Longueville brachte Neuenburg von 1503an in nahe Beziehung zu Frankreich. Als 1707 der letzte Sproß diesesHauses starb, traten vor dem neuenburgischen Gericht der Irois Btatsfünfzehn Prätendenten aus. Neun davon gaben ihre Ansprüche wiederpreis. Von den andern erwählten die Richter denjenigen zu ihremHerrscher, der ihnen am besten paßte, und das war der Rönig von

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