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gegründet. Als sich später die Klöster über alle Länder verbreitethatten, verlangte man, daß die Mönche geistlichen Standes seien.
Benedikt von Nursia. (um 500). Frühe schon drang dasMönchtum nach dem Abendlande und fand hier einen weisen Gesetz-geber. Benedikt von Nursia stellte für sein Kloster in Unteritalien be-stimmte Vorschriften, Regeln, auf. Er verlangte von den Mönchendas Gelübde der Armut, Ehelosigkeit und des Gehorsams, fernergeistige und leibliche Arbeit neben religiösen Übungen. Nach diesenRegeln wurden zahlreiche ähnliche Klöster gegründet, bei unsSt. Gallen, Reichenau, Einsiedeln und die FraumünsterabteiZürich.
5. Folgen des Christentums. Die christliche Kirche nahm ohneUnterschied Freie und Unfreie, hoch und niedrig in ihren Schoß aufund arbeitete so an der Ausgleichung der Unterschiede unter denMenschen. Sie ruhte nicht, bis die grausamen Gladiatorenspiele ver-boten wurden. Nur sie konnte es wagen, Untaten der Herrscher ent-gegenzutreten. Als vornehmste Christenpflicht galt die Linderung desmenschlichen Elendes, die Fürsorge für Arme und Kranke. Besondersin den germanischen Ländern hatten die Klöster einen segensreichenEinfluß. Sie allein hielten die Kultur in den wilden Kriegszeiten auf-recht und waren die einzigen Bildungsanstalten. Die Mönche triebeneinen vorbildlichen Landbau, kopierten in unermüdlicher, sorgfältigerArbeit wertvolle Handschriften; sie übten eine wunderbare Kleinkunstin der Malerei, pflegten Musik und Poesie, und den Klosterschulenverdanken wir die Erhaltung mancher uralten Dichtung.
Ii. Der Kampf zwischen Papst und Kaiser.
1. Papst und Kaiser. In den kriegerischen Zeiten bedurfte derPapst der Stütze eines weltlichen Fürsten. Er trat mit dem kräf-tigen fränkischen Hausmeier Pippin in Verbindung, dem er beider Erlangung der Krone seine Hülfe lieh. Dafür befreite ihn dieservon den Langobarden, die sich Roms bemächtigen wollten. Ja,Pippin verschaffte dem Papst die Herrschaft über Rom und eineReihe anderer mittelitalienischer Gebiete (Kirchenstaat). Karl derGroße setzte diese Beschützerrolle fort und unterwarf die immerunruhigen und drohenden Langobarden. Die Bande zwischen demhöchsten weltlichen und dem höchsten geistlichen Herrscher wurdenimmer enger. Karl hielt trotz seiner christlichen Gesinnung dieniedere und hohe Geistlichkeit fest unter seiner Hand. Er berief
Geschlchfcelehnnittel.
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