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der Gelehrten, so daß die Wissenschaften sich immer mehr von denererbten Lehren befreiten.
Die Kolonien. Alle die großen Handelsvölker erwarbensich Besitzungen in den fremden Erdteilen. Ein unaufhörlicherStrom von Auswanderern ergoß sich in diese Kolonien, verdrängtedie einheimische Bevölkerung, verbreitete das Christentum und dieeuropäische Kultur. Zwar erlagen ungezählte Tausende dem un-gewohnten Klima, den Stürmen des Meeres oder den Waffen derFeinde. Die fremden Länder hatten noch größere Menschenverluste.Ganze Volksstämme wurden durch die Feuerwaffen, den Brannt-wein und die Habsucht der Europäer ausgerottet.
Der Negerhandel. Schon die Portugiesen brachten von ihrenFahrten Negersklaven nach Hause. Durch die Kolonisierung Ame-rikas kam der häßliche, aller Menschlichkeit spottende Sklaven-handel erst recht in Schwung. Die Indianer erwiesen sich für dieschweren Arbeiten, die ihnen ihre weißen Peiniger zumuteten alsuntauglich und gingen massenhaft zugrunde. Darum griffen diePflanzer auf die kräftigen Neger. Man fing sie an del - KüsteGuineas wie wilde Tiere ein und führte sie als Sklaven in dieZuckerplantagen und Minen Amerikas. Erst das vergangene Jahr-hundert hat diesem schändlichen Gewerbe ein Ende bereitet.
II. Die Erfindung der Buchdruckerkunst (um 1450).
Noch ums Jahr 1450 wurden nach alter Weise die Bücher müh-sam von Hand geschrieben. Nur die Reichen konnten solche kaufen,da kleinere Hunderte, größere Tausende von Franken kosteten.
Schon verstand man zwar die Holzschneidekunst. Man schnittBilder und Sprüche in Holztafeln, bestrich sie mit Farben und drucktesie mit einer Presse auf Papier ab, das an Stelle des teuren Per-gamentes getreten war. Auch auf Kupferplatten wurden Bilder ge-ritzt, die man auf ähnliche Weise vervielfältigte. (Kupferstiche.)
Johannes Gutenberg. Nun trachtete ein grübelnder Kopfauch darnach, die Vervielfältigung der Bücher zu vereinfachen.Johannes Gutenberg von Mainz kam auf den Gedanken, Metall-stäbchen zu gießen, die an ihrem Ende einen Buchstaben trugen.Diese setzte er zu Wörtern zusammen. Nach dem Gebrauche konnteer die beweglichen Lettern wieder auseinandernehmen und zueinem neuen Satze verwenden. Verbesserungen, die er an der Presseanbrachte, ermöglichten ihm einen raschen Druck. 1455 gelang die