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Geschichtslehrmittel für Sekundarschulen / im Auftrage der Sekundarlehrerkonferenz des Kantons Zürich bearbeitet von R. Wirz ; in Verbindung mit H. Gubler ... [et al.]
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Alpheios ziehen Kähne mit Lebensrnitteln: Die Menge der Fest-besucher will auch ernährt sein.

Der Zug langt inzwischen vor dem Rathaus an. Die Fest-ordner erklären eidlich, daß sie die Kämpfe unparteiisch angeordnet,die Wettstreiter, daß sie die vorgeschriebenen Gesetze getreulicherfüllt haben. Während Xantippos die überwältigenden Eindrückestaunenden Auges in sich aufnimmt, führt ihn sein Ringlehrer indie Palästra; es ist keine Zeit zum Feiern 1 So kann er denn auchnicht Zeuge der Völkerwanderung sein, die sich auf den siebenStraßen nach dem Festorte hin bewegt. Kein blutiger Zwist istjetzt zu fürchten; Gottesfrieden herrscht, so haben es die elischenHerolde des Zeus befohlen. Jeder Grieche, der Elis bewaffnet be-tritt, bezahlt harte Buße.

Der erste Festtag bricht an. Er beginnt mit einem Opfer anZeus. Nach der Vereidigung der Kampfrichter und der Einordnungder Kämpfer zerstreut sich das Volk, um den Sehenswürdigkeitendes Ortes, vor allem dem Zeustempel mit der Kolossalstatue desGottes, dem Meisterwerk des größten griechischen Künstlers, dieverdiente Beachtung zu schenken. Xantippos aber kehrt zu seinenÜbungen zurück, für ihn gilt es, alle Kräfte zu konzentrieren.Am Morgen des zweiten Festtages strömten die Zuschauer nachdem Stadion zu den Wettkämpfen der Knaben. Je vier treten zumeinfachen Lauf an. Auf ein Zeichen fliegen die nackten Gestaltenmit Windeseile über den Sand. Die Sieger der einzelnen Vierer-reihen kämpfen wieder unter sich. Diesmal trägt, unter lautemBeifall des Volkes, ein leichtfüßiger Spartaner den Preis davon.Der dritte Tag erst bringt den Wettkampf der Männer. Mit Sonnen-aufgang beginnen sie den einfachen und den doppelten Stadionlauf.Gegen Mittag rüstet sich Xantippos zum Ringkampf. Mit Glückbesteht er verschiedene schwächere Gegner und tritt nun zum Ent-scheidungskampf mit einem riesigen Großgriechen aus Kroton an.Dem Brauche gemäß haben die beiden ihren Körper mit Öl ein-gegeben und mit Sand und Asche bestreut. Mit gespreizten Beinen,die Oberarme an die Brustseiten gelegt, stehen sie einander gegen-über. Als der gewaltige Krotonese, zum Angriff übergehend, seinenGegner mit den Riesenarmen umschlingen will, weicht dieser blitz-schnell aus und reißt ihm das rechte Bein mit aller Kraft in dieHöhe. Dröhnenden Falles stürzt der Koloß zur Erde. Im zweitenGang ist der Riese vorsichtig geworden und hält sich in der Ver-