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Geschichtslehrmittel für Sekundarschulen / im Auftrage der Sekundarlehrerkonferenz des Kantons Zürich bearbeitet von R. Wirz ; in Verbindung mit H. Gubler ... [et al.]
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pfern die Unterlegenen sind fortwährend ausgeschaltet wordenentscheidet der Ringkampf. Schon flimmern die Sterne, als zumAbschluß des Tages der Wettlauf der Bewaffneten, die das Stadionzweimal zu durchmessen haben, erfolgt.

Mit begreiflicher Ungeduld erwartet Xantippos den fünften Tagund mit ihm die Preisverteilung. Ein Knabe hat mit goldenemMesser vorn heiligen Ölbaum beim Zeustempel längere Reiser ab-geschnitten, die, zu Kränzen gewunden, zu Füßen des Zeusbildeszur Schau gestellt werden. Xantippos Herz klopft zum Zerspringen,als er vortritt und sich mit dem Kranze schmücken läßt, und fasterdrückt ihn das Übermaß der Freude, als der Herold vor demjubelnden Volke seinen Namen, denjenigen seines Vaters und seinerHeimat laut ausruft. Dankerfüllt gegen die Götter, nimmt er ander Prozession teil, um den Olympischen durch ein Siegesopfer zuhuldigen. Noch muß er an dem Festmahle, das die Eleer den Sie-gern darbieten, teilnehmen, dann kehrt er, begleitet von Verwandtenund Bekannten, in seine Heimatstadt zurück, wohin die frohe Kundebereits gedrungen ist. Sein Einzug gleicht dem Triumph des Siegersaus einer großen Schlacht. Eine Ehrensäule in der Heimat undeine Statue in Olympia erinnern die Nachwelt an Xantippos, denSieger im Ringkampf. H. Gubler. Nach Bötticlier u. a.

3. Spartanische Zucht.

Die Knaben. Die Ephoren sollten dafür sorgen, daß der Adelin Sparta den Periöken und Heloten an Kraft ebensoweit überlegenbleibe, als er ihnen an Zahl nachstand, daß er in allen kriegerischenTugenden, in Tapferkeit, Abhärtung des Leibes und Wafifenübung,in Disziplin und Gehorsam das Höchste leiste. Zu diesem Zweckeführten sie die Oberaufsicht über die Erziehung der adeligen Jugend,welche der Staat ganz in seine Hand nahm. Schon bei der Geburtdes Kindes wurde von besonderen Beamten entschieden, ob es zumlebenskräftigen Menschen tauge oder nicht. War es verkrüppeltoder schwach, so wurde es in die Wildnis ausgesetzt. Nur biszum siebenten Jahre durfte der Knabe bei der Mutter bleiben, dannmußte er in die gemeinsamen Erziehungshäuser wandern, wo vornStaate bestellte Lehrer strenge Zucht übten. Gewöhnung an ein-fache Lebensweise und Abhärtung des Körpers war das Ziel. DieZöglinge gingen barfuß und barhaupt, selbst im Winter nur leicht