1. Das Altertum.
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brachen zwischen dem achäischen Bunde und Sparta, das die
146 Römer herbeiruft. Mummius erobert Korinth, Griechen-land wird mit Macedonien römische Provinz; später eineselbständige Provinz Achaja.
133 König Attalus von Pergamum stirbt und hinterläßt seinReich den Römern (Provinz Asia).
Die Unterwerfung des Orients bringt ungeheure Schätzenach Rom, daher nimmt fortan die üppigkett unter denBürgern überhand.
e. Die völlige Unterwerfung des Westens.
149—146 III. punifchcr Lrieg. Trotz der schweren Friedensbe-dingungen blüht Karthago bald wieder auf; Roms Eifersucht(Porcius Cato). Masinissa reizt die Karthager zumKriege. Dre Römer sehen darin einen Friedensbruch, schickenein konsularisches Heer nach Afrika, die Konsuln erhaltenGeiseln und die Waffen; allein die Forderung, die Karthagersollen ihre Stadt verlassen, treibt sie zum Verzweiflungskampfe.Dreijährige heldenmütige Verteidigung; Scipio Africanus
146 der Jüngere erstürmt und zerstört die Stadt. Das Gebietvon Karthago wird die römische Provinz Afrika.
Spanien ist zwar römische Provinz, aber es befindet sichin dauerndem Aufruhr, besonders die Celtiberer und Lusitaner(der Lusitaner Viriathus besiegt 7 römische Heere, fällt durch.
133 Meuchelmord). Numantia, die Hauptstadt der Celtiberer,wird nach zehnjähriger Belagerung durch Scipio Africanusden Jüngeren erobert und zerstört.
IV. Die Zeit der Bürgerkriege. (133—31).
Die inneren Zustände in Rom: Die Religion ist involler Auflösung, Unglaube und Aberglaube herrschen überall.Die Weichlichkeit und Sinnlichkeit des Morgenlandes sind inRom eingeschleppt, vollständiger Verfall der Sitten. ImStaate ist neben die alte Geburtsaristokratie die Amts-aristokratie (der Amtsadel, die Optimalen) getreten; diesebeiden Klassen haben die Sitze im Senat und die höherenÄmter fast ausschließlich in ihrem Besitz und führen eineParteiregierung mit Mißbräuchen aller Art herbei durch Er-kaufen der Stimmen, Bestechung und Korruption mannigfacherArt, besonders Erpressung in den Provinzen. Neben denSenatoren bildet sich ein neuer Stand der Ritter, die haupt-sächlich die Steuern in den Provinzen gepachtet und Güter-komplexe (Latifundien) aufgekauft haben, die sie mit Sklaven-scharen bewirtschaften. Dre Bauern können diese Konkurrenzder Ritter nicht aushalten, verlieren ihre Güter, ziehen in dieStadt und leben von Getreidespenden und dem Verkauf ihrerWahlstimmen als Proletarier. Auch das Heerwesen ist inVerfall geraten, da die Heere in Wirklichkeit mehr Söldner-als Bürgerheere sind.
133-193 Die Gracchischen Unruhen. Tiberius SemproniusGracchus stellt als Volkstribun den Antrag auf Erneuerungdes licinischen Ackergesetzes, daß niemand mehr als 500 MorgenRepetttorium VI. Geschichte. 3