I. Das Altertum.
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Jtaliker hinrichten lassen. Griechenland tritt auf seine Seite.Sulla siegt wiederholt in Griechenland und erobert Athen; ersetzt nach Asien über, wo bereits die Führer der demokratischenPartei gegen Mithridates kämpfen. Sulla zwingt ihn zumFrieden: Mithridates muß alle Eroberungen herausgeben,die Flotte ausliefern und eine Kriegsentschädigung zahlen.Nach Sullas Abzug bricht sogleich der II. MithribatischeKrieg aus, der für die Römer unglücklich ist.
Sulla landet in Italien, besiegt die demokratischen Konsuln,erobert Rom, wo die Marianer geächtet werden (Proskrip-tionen), während Pompejus die Vernichtung der Marianerin Sizilien, Afrika und Spanien übernimmt. Sulla wird un-82—79 umschränkter Diktator und sucht die Herrschaft der Senats-79 partei zu sichern; er zieht sich vom öffentlichen Leben zurückund stirbt im nächsten Jahre. Nach seinem Tode erwirbt sichCn. Pompejus der Große durch viele glückliche Kriege dieführende Stellung in Rom. Er führt folgende Kriege:
1. Irrieg gegen Scrtorius, das Haupt der Marianer in Spanien,der mehrere römische Heere vernichtet hat. Er wird vonseinem Nnterfeldherrn ermordet, Pompejus beendet mitLeichtigkeit den Krieg.
2. Gladiatoren- oder Gklavenkrieg. Aus einer Fechterschuleentspringen auf Anstiften eines Sklaven Spartacus eineAnzahl Gladiatoren, die alle Sklaven zur Freiheit aufrufen;Spartacus schlägt mehrere römische Heere, bis er vonM. Licinius Crassus besiegt wird; der Rest seinesHeeres, der über die Alpen entfliehen will, fällt dem ausSpanien zurückkehrenden Pompejus in die Hände, dersich deshalb die Beendigung dieses Krieges zuschreibt.
3. Trrieg gegen die Seeräuber. Die Seeräuberei hat im Mittel-meere einen ungeheuren Umfang angenommen; die Haupt-schlupswinkel sind Sizilien und Kreta; die Seeräuber habeneine eigene Flotte, schneiden Rom die Zufuhr ab und über-rumpeln selbst Ostia. Nach vielen erfolglosen Abwehrmaß-regeln der Römer erhält Pompejus den Oberbefehl, derin zwei glänzenden Feldzügen das Mittelmeer säubert unddie gefangenen Seeräuber im Binnenlande ansiedelt.
4. III. Mthridatischer Ärieg (74—64). Mithridates fällt vonneuem in Asien ein, Licinius Lucullus besiegt undvertreibt ihn zu seinem Schwiegersöhne Tigranes nachArmenien, wird aber durch Meuterei in seinem Heere zurUmkehr gezwungen. Pompejus erhält den Oberbefehlund beendigt den Krieg durch einen Sieg über Tigranesund die Verfolgung des Mithridates bis zum Kaukasus,wo dieser sich tötet. Pompejus richtet die ProvinzenPontus, Syrien und Cilicien ein, kehrt nach Rom zurückund entläßt seine Truppen.
63 Verschwörung des Latilina. L. Sergius Catilina, aus ver-armter, vornehmer Familie, stiftet eine Verschwörung an, umdurch die Ermordung der Optimatenführer und durch die
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