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Kaiser, Könige und Republiken warben um ihre Krieger, und nurzu willig verkauften sie ihr Blut an die Fremden, namentlich an Frank-reich.
3. Der Schwabenkrieg. Trennung der Schweiz vomdeutschen Reiche (1499). — Nach immer galten indes die Schweizerals Angehörige des deutschen Reiches. Aber für ihre Bundesrepublikwar da neben den großen und kleinen Monarchien kein rechter Platz.Die Eidgenossenschaft war das mächtigste Glied des Reiches gewordenund doch hatte sie zu seiner Leitung weniger zu sagen als der kleinsteFürst. Der Kaiser vollends war, seit die Krone wieder au die Habs-burger gefallen, ihr geborener Feind; während des halben Jahrhun-derts, da Friedrich III. regierte, erfuhren die Schweizer vom Reichs-oberhaupte nichts als Feindseligkeiten und Verrat. War es da einWunder, daß sie sich um Kaiser und Reich nicht mehr kümmerten undwie eine selbständige Macht nach ihrem Ermessen Bündnisse schlössenund Kriege führten! Als sie längst gewohnt waren, sich selbst zu schützenund zu regieren, suchte Friedrichs III. Sohn und Nachfolger, der klugeund ehrgeizige Maximilian (1493—1519), sie bei Anlaß einer Reformdes Reiches wieder enger an dieses zu ketten, um sie seinen Zweckendienstbar zu machen. Man war nämlich in Deutschland allseitig zu derEinsicht gekommen, daß der inneren Zerrüttung um jeden Preis einEnde gemacht werden müsse. In Süddeutschland taten sich, unter Maxi-milians Führung Fürsten, Herren und Städte zu einem großen schwäbi-schen Bunde zusammen, um das wüste Faustrecht und Fehdewesen zuunterdrücken. Ein Reichstag zu Worms faßte 1495 kräftige Beschlüssein demselben Sinne. Der „ewige Landfriede" wurde verkündet undein jeder mit der Acht bedroht, der zur Selbsthilfe und Gewalttat greifenwürde, dann ein höchster Gerichtshof für das ganze Reich, das Reichs-kammergericht, geschaffen und zum Unterhalt desselben, sowie zur Auf-stellung von Kriegsheeren eine allgemeine Kopf- und Vermögenssteuer,der Reichs psennig, eingeführt. Nun verlangte Maximilian vonden Eidgenossen, daß auch sie sich den Sprüchen des Reichskammer-gerichtes fügen, den Reichspfennig zahlen und dem Reiche Kriegsdiensteleisten sollten. Aber so wohlmeinend die Wormser Beschlüsse für dasGanze waren, für die Eidgenossen kamen sie zu spät. Alles, was sie