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So fuhr er weiter und kam nach Haiti, wo er eine dichtere und höherentwickelte Bevölkerung fand. Da die Eingeborenen ihr Goldgeschmeidewillig für jeden Tand Hingaben, fo glaubte Kolumbus endlich das gold-reiche Zipangu entdeckt zu haben, und es drängte ihn die Kunde davonnach Hause zu bringen. Nachdem er eine Burg auf der Insel, der erden Namen Hispaniola gab, errichtet und eine Anzahl Spanier darinzurückgelassen, begab er sich auf den Heimweg. Aber Wind und Wetterschienen sich gegen ihn verschworen zu haben. Einmal tobte ein solcherSturm, daß er einen Bericht von seinen Entdeckungen in ein wasser-dichtes Kistchen verpackt über Bord warf, in der Hoffnung, daß dieWellen es irgendwo ans Ufer tragen möchten. Ein letztes Unwettertrieb ihn zur Landung in Portugal, dessen König ihn vor sich kommenließ und trotz des Verdrusses über den verscherzten Zuwachs seinerMacht ehrenvoll empfing. — Am 15. März 1493 landete Kolumbusendlich wieder in Palos, wie ein Triumphator von der jubelnden Mengebegrüßt. Da der Hof sich gerade in Barcelona aufhielt, mußte der großeEntdecker Spanien der Länge nach durchziehen, und alles drängte sich,den merkwürdigen Mann mit seinen Indianern, Papageien und anderenSeltsamkeiten zu sehen. In Barcelona wurde er von Ferdinand undJsabella mit den höchsten Ehren empfangen; mit wonnigem Erstaunenvernahmen sie die begeisterten Lobsprüche, die der Admiral der Schönheitund Fruchtbarkeit des Landes zollte, das er aufgefunden. Sie trugenSorge, es sich vom Papste schenken zu lassen, der hiemit ein letztesMal Gelegenheit fand, als Herr der Welt aufzutreten. Da auch diePortugiesen sich auf ähnliche Weise ihrer Entdeckungen zu versichernsuchten, so spaltete Papst Alexander VI. den Erdball durch einen Me-ridian und reichte die Westhälste den Spaniern, die Osthälfte denPortugiesen dar. Nach einer Abänderung, die den letzteren den BesitzBrasiliens eintrug, gaben sich beide Teile damit zufrieden.
7. Entdeckung des Festlandes durch Cabotto (1497) undKolumbus (1498). — Nicht lange, so standen 17 Schiffe mit 1600Personen zur abermaligen Überfahrt nach dem vermeintlichen Indienbereit. Samen von Getreide, Zuckerrohr und anderen Gewächsen, Rosse,Schafe, Horn- und Borstenvieh und leider auch zur Menschenjagdabgerichtete Hunde wanderten mit hinüber, um der neuen Welt die