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Bilder aus der Weltgeschichte : ein Lehr- und Lesebuch für Gymnasien, Lehrerseminarien und andere höhere Schulen, sowie zum Selbstunterrichte / von Wilhelm Oechsli. 2. Bd. (zweiter Teil und dritter Teil / 1. Hälfte) Mittlere und neuere Geschichte
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Zwecke, die französische Sprache von unedlen und unklaren Ausdrückenzu reinigen und ihr die Vollkommenheit der alten Sprachen zu verleihen.Um der Nation zu zeigen, daß alles, was er tat, nur für sie geschehe,gründete er eine Staatszeitung, in welche er und der König selberArtikel schrieben. Nach außen endlich betrat er wieder die Bahn Hein-richs IV.; seine Gesandten suchten alle Höfe Europas gegen Habs-bnrg in Bewegung zu sehen. Wie er seine Hand im dreißigjährigenKriege überall im Spiele hatte, wie er die Schweden gegen den Kaiserhetzte und zuletzt offen den Krieg an Österreich und Spanien erklärte,ist schon erzählt worden. Noch vor Beendigung dieser Kämpfe, aberals der Sieg sich schon deutlich auf seine Seite neigte, starb er, noch ausdem Todbette beteuernd, er habe keine anderen Feinde, als die desStaates gekannt (1642).

3. Mazarin (164261). Den letzten Willen seines großenMinisters ehrend, gab ihm Ludwig XIII den Kardinal Mazarin zumNachfolger, einen Italiener, der als Nuntius des Papstes nach Frank-reich gekommen und dort von Richelieu in Dienst genommen wordenwar; dann sank auch er ins Grab (1643). Für seinen erst fünfjährigenSohn Ludwig XIV. (16431716) führte dem Namen nach dieKönigin-Mutter, Anna, in Wirklichkeit Mazarin die Regierung, dermit großer Klugheit und Beharrlichkeit das Werk Richelieus nach außenvollendete. Namentlich gegen Spanien hatte er glänzende Erfolge.1643 vernichtete der tapfere Prinz von Conds bei Rocrop inden Ardennen die Kerntruppen der Spanier, deren Kriegsruhm nunauf die Franzosen überging. Während Mazarin im westfälischen Frie-den die Früchte dessen, was Richelieu in Deutschland gesäet, einheimste,führte er den Krieg gegen Spanien noch volle elf Jahre fort und de-mütigte dieses durch den vorzüglichen General Turenne. In demsogen, pprenäischen Frieden, der 1659 auf einer Insel des Grenz-flusses Bidassoa geschlossen wurde, mußte Spanien Roussillon und Ar-tvis nebst einer Reihe südbelgischer Festungen an Frankreich abtreten.Während dieser ganzen Zeit aber hatte Mazarin schwere Anfechtungenim Innern zu bestehen gehabt. Die Großen empfanden vor dem ge-schmeidigen Italiener nicht mehr dieselbe Furcht wie vor dem ehernenRichelieu. Eifersüchtige Prinzen und Prinzessinnen, Adel, Parla-