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Bilder aus der Welt- und Schweizergeschichte : zur Lust und Lehr der Jugend / Jakob Grunder, Hans Brugger
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Bilder aus dem Altertum.

4. Bewaffnungund Kusrüftung.

Zelte waren in schönster Ordnung aufgestellt. Von außen hätte manmeinen können, eine Stadt vor sich zu haben. Ein breiter, tieferGraben und ein hohes Hvlzgehege schützten das Lager auf der Land-seite. In der Mitte befand sich ein großer, freier Platz zu Versamm-lungen, Musterungen und Kampfspielen.

Es gab noch keine Feuerwaffen; die vornehmenKrieger kämpften auf zweiräderigen, niedrigenStreitwagen. Während ein Wagenlenker die zweiflinken Rosse führte, schleuderten sie mit starkem, sicherem Arm denSpeer. Auch Pfeil und Bogen leisteten gute Dienste. Als Schutz-waffe diente ein Schild. Ein blankes Schwert vollendete die Bewaffnung.Die meisten Krieger jedoch kämpften zu Fuß, ebenfalls mit Schwertund Schild.

: Die ersten Kriegsjahre verliefen günstig fürdie Griechen. Wenn berühmte Helden im

5. Verlauf des Krieges.

Kampfe fielen, so wurden sie unter großen Feierlichkeiten bestattet. IhreLeichname verbrannte man auf einem mächtigen Scheiterhaufen, ihreAsche übergab man in einer Urne der Erde. Wagenrennen, Ringen,Wettlauf und das Werfen der ehernen Nnndscheibe gaben der Feiereinen kriegerischen.Charakter. Siegespreise entflammten den Wetteifer.Endlich brach aber znm großen Nachteil der Griechen zwischen Achil-leus und Agamemnvn bittere Zwietracht aus. Grollend zog sich Achil-leus, der beste Held im Heer der Hellenen (Griechen), voin Kampfezurück. Damit wendete sich auch das Glück der Schlacht auf die Seiteder Trojaner. Sie schlugen die Griechen ins Lager zurück. Diesemußten sich besser verschanzen und bauten statt des Holzgehegeseine Mauer. Zu den Niederlagen gesellte sich auch noch eine pest-artige Krankheit. Aber selbst jetzt war der zürnende Achilleus nichtzu bewegen, wieder am Kampfe teilzunehmen. Als sich jedoch dieFeinde anschickten, das Lager anzuzünden, da übergab er seineWaffen Patroklos, damit dieser das Schlimmste von seinen Lands-leuten abwende. Allein Patroklos, den Achilleus wie einen Bruderliebte, kehrte nicht lebend aus dem Kampfe zurück. Hektor begegneteihm im Streite, erschlug ihn lind raubte ihm die Waffen. Jetzt endlichwurde der finstere Achilleus aus seiner Halsstarrigkeit aufgeschreckt.

Als es beinahe zu spät war, söhnte er sich mit Agamemnonaus und, angetan mit einer neuen, wundervollen Rüstung, beteiligteer sich wieder am Kampf. Jetzt hatte auch Hektors letzte Stunde